Terror-Vogel zerhackte Opfer mit gigantischem Schnabel
Das unter britischen Forschern auch «Terror bird», also Terror-Vogel genannte Tier kannte wenig Gnade, wie einem Forschungsbericht in der jüngsten Ausgabe des Online-Journals «PLoS ONE» zu entnehmen ist. Demnach hatte der Raubvogel mit dem wissenschaftlichen Namen Andalgalornis steulleti, der vor etwa sechs Millionen Jahren lebte, eine Jagdtaktik, die sich durch Angriff und Rückzug auszeichnete: Abwechselnd hackte das Tier auf seine Opfer ein und wich wieder zurück, wie es in dem Bericht heisst.
Diese Taktik gehe auf die Grösse und den Körperbau der Raubvögel zurück, erklären die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Die Vögel, die 1,20 Meter gross gewesen seien, hätten mit Beutetieren nicht kämpfen können, sagte Lawrence Witmer von der Universität von Ohio. Sie hätten stattdessen zurückstehen, um ihr Opfer herumtanzen und hackartig auf es einstechen müssen.
Steifer Zeitgenosse
Dem Andalgalornis steulleti, der in Gebieten lebte, die heute dem Nordwesten Argentiniens entsprechen, fehlte es Witmer zufolge an Beweglichkeit. Die Gelenke des Tieres waren versteift.
Der Schädel des Tieres sei besonders gross gewesen und sei mit einem kräftigen gebogenen Schnabel ausgestattet gewesen, sagte Witmer. Der Schnabel habe aber trotz seiner Grösse auch eine Schwachstelle gehabt. Hätte der Terrorvogel seine Beute mit dem Schnabel hin- und hergeschüttelt, wäre der Schnabel womöglich beschädigt worden, erklärte Witmer. (sam/dapd/)
Erstellt: 19.08.2010, 19:53 Uhr
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