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Selbst die Halbierung des CO2-Ausstosses nützt nichts gegen die Klimaerwärmung

Aktualisiert am 29.09.2011 81 Kommentare

Die Temperaturen werden in der Schweiz bis 2100 stark ansteigen, auch wenn der weltweite Ausstoss von Treibhausgas bis 2050 halbiert werden sollte. Das zeigen neue Klimaszenarien von ETH und Meteo Schweiz.

Unter einer Isoliermatte eingepackt: Der Rhône-Gletscher.

Unter einer Isoliermatte eingepackt: Der Rhône-Gletscher.
Bild: Keystone

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Für die Berechnungen der Klimaerwärmung gingen die Forscher von drei verschiedenen Emissionsszenarien aus, wie es in einer Mitteilung zu einem Klimasymposium heisst, das an der ETH Zürich stattfand. Bei zwei Szenarien nimmt der Ausstoss von Treibhausgasen weiter zu, beim dritten würden die Emissionen bis 2050 gegenüber jenen der vergangenen 30 Jahre halbiert.

Die neuen Resultate stimmen weitgehend mit Prognosen überein, die vor vier Jahren publiziert wurden. Die Temperaturen werden wohl in allen Regionen der Schweiz und in allen Jahreszeiten ansteigen. Ohne eine Drosselung des Treibhausgas-Ausstosses dürfte die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts 2,7 bis 4,8 Grad betragen.

Trockene Sommer

Selbst das dritte Szenario, die Halbierung der Emissionen, verhindert nicht, dass sich die Schweiz um 1,2 bis 1,8 Grad erwärmt. Beim Niederschlag sind die Aussichten unsicherer. Im Frühling, Herbst und Winter kann in der alpinen Region Europas entweder mehr oder weniger Schnee und Regen fallen.

Im Sommer jedoch ist spätestens ab 2050 im ganzen Land mit grösserer Trockenheit zu rechnen. Ohne Treibhausgas-Einsparungen dürfte gegen Ende Jahrhundert etwa 18 bis 28 Prozent weniger Regen fallen. Bei einer Halbierung des Ausstosses wird die Sommertrockenheit laut den Berechnungen um 8 bis 10 Prozent zunehmen.

Dadurch nimmt auch das Risiko von Extremereignissen zu: Hitzewellen und Trockenperioden werden häufiger - und sie sind intensiver und halten länger an. Gleichzeitig wird der Winterniederschlag wegen der steigenden Temperaturen vermehrt als Regen fallen, wodurch das Überschwemmungsrisiko vor allem in niedrigen Lagen anschwillt.

Nun Folgen abschätzen

Die neuen Szenarien sind konsistent mit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Das Forscherkonglomerat aus ETH Zürich, Meteo Schweiz, Empa, Agroscope, dem Nationalen Forschungsschwerpunkt Klima und dem Beratenden Organ für Fragen zur Klimaänderung (OcCC) verwendete dafür verfeinerte Simulationen und neue statistische Verfahren.

Die Wissenschaftler wollen die neuen Daten benutzen, um die Folgen des Klimawandels auf die Wirtschaft und die Umwelt der Schweiz besser abzuschätzen. Die Szenarien seien auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Bund, der momentan eine Strategie zur Anpassung an die Klimaerwärmung erstellt. (pbe/sda)

Erstellt: 28.09.2011, 23:22 Uhr

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81 Kommentare

Max Meier

28.09.2011, 17:59 Uhr
Melden 39 Empfehlung 0

Da die Weltbevölkerung unkontrolliert zunimmt - und vor allem in Ländern, in welchen keine Milliarden gegen CO2 investiert werden - wird es eh unvermeidbar sein. Da geht es um Essen und nicht die Umwelt. Die kleine Schweiz mit 7 Millionen Menschen will dagegen halten - lächerlich. Geniessen wir die warmen Tage, die Welt wird sich eh selber regulieren -= Exodus der Menschheit! Antworten


Daniel Wigger

28.09.2011, 17:58 Uhr
Melden 36 Empfehlung 0

Der Titel ist völlig widersinnig und widerspricht der Aussage des Artikels (und wohl auch der ETH-Untersuchung): natürlich steigen die Temperaturen auch wenn wir das CO2 halbieren, aber viel weniger schnell und hoch! Anhand des Titels könnte mancher sagen: also nützt CO2-Reduktion gar nicht. Das Gegenteil ist richtig: Es muss noch viel mehr reduziert werden. Antworten



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