Mikroben vernichten Öl im Golf von Mexiko rascher als erwartet
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Die Mikroorganismen wurden offensichtlich durch die Ölpest nach der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» im April angeregt. Die sogenannten Proteobakterien könnten Kohlenwasserstoffe schneller als angenommen abbauen, schreiben US-Forscher im Fachmagazin «Science». Dabei verringerten sie - anders als die meisten bekannten Öl-zersetzenden Bakterien - den vorhandenen Sauerstoff nicht in bedeutendem Ausmass.
Bereits zwei Wochen nach dem Abdecken des leckgeschlagenen Bohrlochs Mitte Juli seien die untersuchten Ölschwaden nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte Terry Hazen vom Lawrence Berkeley National Laboratory gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei jedoch ein Phänomen namens Meeresschnee aufgetreten, das darauf hingedeutet habe, dass sich die Mikroben an den Kohlenwasserstoffen gütlich getan hätten. Auch heute gibt es laut den Forschern keine Anzeichen mehr für den untersuchten Ölschwaden.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass von den 4,9 Millionen Fass Rohöl, die nach der Explosion der BP-Bohrinsel ins Meer geflossen sind, nichts mehr übrig ist. Schätzungen der US-Regierung von Anfang August zufolge sind 50 Prozent des Öls aus dem Golf verschwunden, der Rest baut sich demnach rasch ab. (mt/sda/)
Erstellt: 26.08.2010, 10:53 Uhr
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