Ikarus im Pech: Zuerst Munition gefressen, jetzt erneut krank
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Doch bis jetzt hat er wenig Glück gehabt. Vor einem Jahr litt er an einer Bleivergiftung. Jetzt wurde er im Bisistal erneut geschwächt aufgefunden. Im Tierpark Goldau SZ wird er derzeit untersucht und aufgepäppelt.
Ikarus wurde im Juni 2008 im Rahmen des internationalen Wiederansiedlungsprojektes für Bartgeier im italienischen Nationalpark Stilfserjoch ausgewildert. Doch ihn zog es in die Innerschweiz.
Bereits im Herbst 2008 aber musste er eingefangen werden, da er an einer Bleivergiftung litt. Wahrscheinlich nahm er beim Fressen von Überresten von Wildtieren Partikel von bleihaltiger Munition auf. Nach einer erfolgreichen Behandlung wurde er im Juni 2009 wiederum am Stilfersjoch freigesetzt.
Diesmal ist es nicht Blei
Erneut flog er in die Innerschweiz. In den letzten Monaten konnte der zweijährige Bartgeier mit einer eindrücklichen Spannweite von nahezu drei Metern zwischen Klausenpass, Braunwald und Bisistal gesichtet werden. Jäger meldeten allerdings, dass der Geier angeschlagen ist. Am 10. November wurde er eingefangen.
Erste Untersuchungen im Tierpark Goldau zeigen, dass Ikarus keine erhöhten Bleiwerte mehr aufweist. Der Grund für die Schwäche aber steht laut Medienmitteilung der Stiftung Pro Bartgeier vom Donnerstag noch nicht fest. Von den weiteren Untersuchungen hängt ab, ob der Kanton Schwyz Ikarus erneut freilassen kann.
Bartgeier, die in den Alpen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet wurden, gehören zur ursprünglichen Fauna der Innerschweiz. Trotz internationalem Wiederansiedlungsprojekt konnten sie aber in dieser Region bisher nur selten beobachtet werden. Im Rahmen des Projektes wurde bis jetzt 160 Bartgeier ausgewildert. (sam/sda)
Erstellt: 26.11.2009, 13:24 Uhr
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