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Aussterben von Tierarten auch «eine Frage von Leben und Tod für die Menschen»

Aktualisiert am 20.06.2012 11 Kommentare

Fast ein Drittel der Flora und Fauna unseres Planeten ist akut bedroht – trotz vielfältigen Bemühungen zu deren Schutz. Damit sei auch die Existenzgrundlage von Millionen Menschen in Gefahr, warnen Experten.

Laut IUCN stark gefährdet: Das Menschenäffchen Bonobo, das in der Demokratischen Republik Kongo heimisch ist.

Laut IUCN stark gefährdet: Das Menschenäffchen Bonobo, das in der Demokratischen Republik Kongo heimisch ist.
Bild: Keystone

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Die jüngste Rote Liste bedrohter Arten sei ein Weckruf an die Politiker, die sich morgen zum dreitägigen UNO-Gipfel für Nachhaltigkeit in der brasilianischen Stadt treffen, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) heute in Rio de Janeiro. Trotz aller Schutzbemühungen nimmt die Zahl der bedrohten Arten zu.

Von den knapp 64'000 untersuchten Tier- und Pflanzenarten seien fast 20'000 vom Aussterben bedroht, sagte die IUCN (International Union for Conservation of Nature) weiter. Das rasche Absinken der Zahl der Tier- und Pflanzenarten könne die Quellen für Nahrung, Medikamente und sauberes Wasser ebenso gefährden wie die Existenzgrundlage von Millionen Menschen.

«Eine Frage von Leben und Tod»

«Nachhaltigkeit ist eine Frage von Leben und Tod für die Menschen auf unserem Planeten», sagte IUCN-Chefin Julia Marton-Lefèvre. Nach jüngster Zählung sind 41 Prozent der Amphibien bedroht sowie 33 Prozent der Riffe bildenden Korallen, 25 Prozent der Säugetiere, 13 Prozent der Vögel und eine von fünf Pflanzenarten.

Die IUCN in Genf ist das weltweit grösste Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen. Zu den über 1000 Mitgliedern zählen aus der Schweiz unter anderen die Akademie der Naturwissenschaften, das Bundesamt für Umwelt und WWF Schweiz.

(omue/sda)

Erstellt: 19.06.2012, 21:52 Uhr

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11 Kommentare

lucius mayer

19.06.2012, 23:04 Uhr
Melden 56 Empfehlung 0

Im Aussterben vieler Arten sehen wir wieder die Folgen unseres Glaubens an das Wachstum. Dem Wachstumskult huldigen alle politische Parteien, alle Medien, Religionen und Völker. Die noch wuchernde Pandemie Menschheit foltert ihre Wirtin, die Mutter Erde, plündert sie gnadenlos aus und wird mit ihr jämmerlich zugrunde gehen. Das Große Schrumpfen steht uns bald bevor - leider unfreiwillig. Antworten


Eddie Weiss

19.06.2012, 23:44 Uhr
Melden 22 Empfehlung 0

Der WWF ist für mich unglaubwürdig geworden. WWF vergibt Labels an Firmen die eine Zumutung sind für den Naturschutz.
Wie man jedoch das Problem vom ausrotten von Tieren, dem Abholzen von Wäldern und dem leer fischen der Meere entgegenwirkt, weiss ich nicht.
Die Welt ist leider zu korrupt, wenn es eine Möglichkeit gibt einen Stutz zu erwirtschaften, dann wird es gemacht, leider.
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