Kurzzeit-Stress kann bei Mäusen Krebs verhindern

Aktualisiert am 29.09.2009

Stress kann gesundheitsfördernd sein. In einer US-Studie vermochte die Belastung in kleinen Dosen bei Mäusen Krebs zu verhindern.

Stress ist gelegentlich gesund: Labormaus.

Stress ist gelegentlich gesund: Labormaus. (Bild: Keystone)

Die Forscher vermuten, dass Kurzzeitbelastungen die Schutzmechanismen des Organismus aktivieren und so gesundheitsfördernd wirken.

Die Forscher um Firdaus Dhabhar von der Universität Stanford führten Experimente an 60 Labormäusen durch, wie sie im Fachmagazin «Brain, Behavior and Immunity» berichten. Die Tiere wurden dreimal wöchentlich ultravioletter Strahlung ausgesetzt. Der Stress wurde simuliert, indem die Hälfte der Mäuse vor der Bestrahlung für zweieinhalb Stunden in enge Plexiglasröhren gesteckt wurden.

Durch die vergleichsweise geringen aber häufigen Bestrahlungen entwickelten die Mäuse erwartungsgemäss Hautschäden und schliesslich auch Hautkrebse. Erstaunlicherweise zeigten die vor der Bestrahlung gestressten Tiere seltener Krebsbildungen und wenn, entwickelten sich die Karzinome später als bei den anderen Mäusen.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass akuter Stress nicht nur kurzfristig die Leistungen von Organen erhöht, sondern auch das Immunsystem anregt. Unter anderem sind in der Haut von gestressten Mäusen mehr Abwehrzellen zu finden. Dhabhar geht daher davon aus, dass die gesteigerte Körperabwehr auch für den verbesserten Schutz vor Krebs verantwortlich ist. (oku/sda)

Erstellt: 29.09.2009, 15:54 Uhr

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