Junge Liebende wissen mehr voneinander
Von Edwin Meyer. Aktualisiert am 17.10.2010 3 Kommentare
Stichworte
Ältere Paare wissen weniger voneinander als jüngere – das meint zumindest ein Team von Psychologen der Universität Basel, das eine Studie mit 58 älteren und jüngeren Paaren über Vorlieben und Abneigungen des jeweils anderen Partners durchgeführt hatte.
Die Studienergebnisse wurden in der US-Fachzeitschrift «Journal of Consumer Psychology» online veröffentlicht. Das Team um Benjamin Scheibehenne und Jutta Mata hatte 38 Paare befragt, die sich erst seit wenigen Jahren kennen, sowie 20 Paare, die seit über 40 Jahren zusammen sind. Befragt wurden sie über Vorlieben und Abneigungen ihres Partners in Bezug auf Essen, Filme und Küchenmöbel. Möglich waren vier Beurteilungsstufen von «mag er/sie überhaupt nicht» bis «mag er/sie sehr». 118 Antworten werteten die Forscher aus. Dabei trafen die Jüngeren öfter ins Schwarze als die Älteren.
Ältere Paare schnitten schlechter ab als die jüngeren
So lag die Genauigkeit der jeweiligen Angaben im Durchschnitt bei 40,2 Prozent – die älteren Paare schnitten mit 36,5 Prozent aber schlechter ab als die jüngeren mit 42,2 Prozent. Für die Psychologen war das überraschend, da die Älteren doch schon mehr Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen der Präferenzen gehabt hätten. Die Forscher vermuten dafür mehrere Gründe. So würden etwa Menschen ihre Kenntnisse des Partners nur am Anfang der Beziehung verbessern, wenn sie dazu am stärksten motiviert sind. Oder das Wissen über den Partner könnte mit der Zeit schlechter werden, da man Änderungen weniger bemerkt.
Oder es sei auch «möglich, dass für Menschen in langjährigen Beziehungen ein objektives Bild des Partners gar nicht besonders wichtig ist». Um die Partnerschaft zu erhalten, werde das Gegenüber als idealer oder als ähnlich zu einem selbst angesehen, sodass man über dessen wirkliche Präferenzen wenig weiss.
Unabhängig vom Alter war indes ein weiteres Resultat: Je relevanter der Bereich im Alltag, desto genauer waren die Aussagen über den Partner: Beim Essen betrug die Genauigkeit 45,8 Prozent, bei den Filmen 41,5 Prozent und bei den Küchenmöbeln noch 33,1 Prozent. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.10.2010, 08:53 Uhr
Kommentar schreiben
3 Kommentare
Für solche Aussagen braucht es nicht einmal ein Studium. Da kann man würfeln oder pendeln oder was es der esoterischen Spielarten noch mehr gibt. Selten etwas Nichtssagenderes gelesen. So wie ich das verstehe, hat diese "Studie" der Steuerzahler bezahlt. Und verdient haben Psychologen, die bestimmt anständige Saläre haben. Schlimm. Antworten
Aus der Befragung von 58 Paaren Unterschiede herauslesen zu wollen, ist doch Unsinn! Die 6% Unterschiede sind durch natürliche Variabilität zu erklären. Ich würde vorschlagen, den Test nochmals zu machen, die Anzahl Personen aber mind. zu verdreifachen. Antworten
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!







