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Fluglärm macht Frauen depressiv

Fluglärm erhöht einer Studie zufolge das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen - und bei Frauen auch für Depressionen. Das hat eine Untersuchung rund um den Flughafen Köln/Bonn ergeben.

Fluglärm macht krank: Eine Maschine im Landeanflug auf den Flughafen in Frankfurt am Main.

Fluglärm macht krank: Eine Maschine im Landeanflug auf den Flughafen in Frankfurt am Main.
Bild: Keystone

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Die Gesundheitsdaten von mehr als 1020 Versicherten gesetzlicher Krankenkassen mit Wohnsitz im Airport-Einzugsbereich waren mit Informationen wie Umgebungslärm verglichen worden, wie das deutsche Umweltbundesamt (UBA) mitteilte. Vor allem Nachtfluglärm setzt demnach den Anwohnern zu.

Das Umweltbundesamt erklärte unter Berufung auf weitere repräsentative Studien, dass rund ein Drittel der Bevölkerung über Fluglärm klagt. Hochgradig belästigt fühlten sich fünf Millionen Bürger.

Die neue Untersuchung zeige, dass die Klagen begründet seien, erklärte Studienleiter Eberhard Greiser vom UBA am Montag. «Für Herz- und Kreislauferkrankungen ist nachgewiesen: Im Vergleich zu Personen, die keinem Fluglärm ausgesetzt sind, steigt das Erkrankungsrisiko betroffener Personen mit zunehmender Fluglärmbelastung.»

470 Millionen Euro für Schallschutzprogramme

Bei Frauen zeigte die Studie, dass die Erkrankungsrisiken für Depressionen «signifikant» erhöht waren, wie Greiser weiter ausführte.

Die Ergebnisse stehen der Mitteilung zufolge im Einklang mit mehreren Untersuchungen zu Fluglärm-Effekten in der Umgebung von europäischen Flughäfen. Demnach treten fluglärmbedingt auch häufig höhere Blutdruckwerte auf.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen kritisierte die Studie als methodisch mangelhaft und forderte eine unabhängige Qualitätssicherung der UBA-Studie. «Die Flughafenbetreiber nehmen das Thema Fluglärm sehr ernst», beteuerte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

In den vergangenen Jahrzehnten haben die deutschen Flughäfen demnach mehr als 470 Millionen Euro in Schallschutzprogramme investiert.» In den kommenden Jahren werden es laut Beisel auf Grundlage des 2007 verabschiedeten Lärmschutzgesetzes noch einmal 400 bis 600 Millionen Euro sein. (bru/sda/)

Erstellt: 23.03.2010, 16:31 Uhr

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