Diskussion

Eine Diagnose für fast Normale

Statt des Aufmerksamkeitsdefizits ADHS diagnostizieren Ärzte zunehmend das Asperger-Syndrom. Ist die milde Autismusform nur ein Trend in der Psychiatrie – oder sind die Betroffenen tatsächlich krank? Mehr...

Von Felix Straumann.

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38 Kommentare

Anne Konz

28.02.2012, 16:19 Uhr
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Ich finde es schade, dass der Artikel ein ernstes Krankheitsspektrum mit unterschiedlichen Ausprägungen pauschal als positiv und nicht behandlungsbedürftig darstellt. "Leicht" betroffene Asperger-Autisten sind doch die Spitze des Eisbergs und kompensieren meist mit extremem Aufwand ihre Defizite. Sie "erscheinen" meistens normal, leiden aber gleichzeitig sehr unter ihren Einschränkungen. Antworten


Matthias Hoppler

22.02.2012, 10:38 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Man redet von der Autismus-Spektrum-Störung. Das Asperger-Syndrom gehört da hinein. Es gibt Leute die haben eine starke Ausprägung des Asperger-Syndroms. Und diese Leute leiden sehr stark und brauchen alltägliche Unterstützung, auch in Schule und Beruf. Das Asperger-Syndrom ist somit per Definition keine milde Form des Autismus, sondern kann auch eine starke Behinderung für die Betroffenen sein. Antworten


gustav marxel

19.02.2012, 13:29 Uhr
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vor allem in bereichen der neuen technologien finden leute mit solchen syndromen eine möglichkeit, ihre mangelnde sozialkompetenz auszugleichen. das internet mit den social networks bietet eine möglichkeit .problematisch ist, wenn solche technologien eine derartige gesellschaftliche bedeutung bekommen, dass auch gesunde menschen anfangen, einen autistischen lebensstil zu pflegen. Antworten


Gerda Schuurman

17.02.2012, 13:33 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Allerlei neue Syndrome etc. werden herausgesucht..und gefunden. Vielleicht nützt die Erkenntniss, dass der Mensch einfach kein perfectes Wesen ist? Und somit auch allerlei "Abweichungen" normal sind?
.
Antworten


Daniel Frei

17.02.2012, 12:44 Uhr
Melden 8 Empfehlung 2

Das Pathologisieren eigenartiger Charakterzüge bei Männern geht wohl Hand in Hand mit dem eigenartigen Charakterzug von Frauen, alles psychologisch analysieren zu müssen. Als ob Empathie und Kommunikativität höher zu werten seien als Technikaffinität und Schweigsamkeit. Die Menschheit hat von der zweiten Kombination wesentlich mehr profitiert. Antworten


Sacha Meier

17.02.2012, 12:06 Uhr
Melden 4 Empfehlung 1

Die meisten bedeutenden Wissenschaftler, Ingenieure leiden vermutlich an einem mehr oder weniger ausgeprägten Asperger-Syndrom. Weil eben die untergehende westliche Zivilisation keine disruptiven Technolgien oder bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse benötigt, werden heute Ingneieure, die herausragende Technologien entwickeln, systematisch mittels Technologietransferverboten kaltgestellt. Antworten


Anna Roth-Bunting

17.02.2012, 09:53 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

In Berlin startet gerade das erste Social Enterprise im Bereich Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Autismus (auticon) - Ziel ist es, Menschen mit Asperger-Autismus und einer Affinität für IT als IT-Tester auszubilden und ihre Dienstleistung am freien Markt anzubieten. Jeder Mitarbeiter wird von einem Job Coach begleitet um die individuellen Hürden zu meistern. Mehr dazu unter: www.auti Antworten


René Hofstetter

17.02.2012, 07:14 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Letzlich wird man wohl herausfinden, dass jeder Mensch mehr oder weniger autistisch ist, wie bei anderen Eigenschaften (Haar- / Augenfarbe, sexuelle Präferenz, etc.). Die verschiedenen Grade und Ausprägungen werden heute noch unter verschiedenen Namen (ADHS, Asperger, ...) geführt. Also alles ganz normal ist. - Wenn es Einfluss auf Führungsqualitäten hat, sind leitende Funktionen weniger geeignet. Antworten


René Hofstetter

17.02.2012, 10:55 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Ich meine, Herr Semmler, wenn ich eine Rechenschwäche habe, sollte ich wohl nicht Buchhalter werden. Wenn ich nicht musikalisch bin, vielleicht nicht Sänger. Oder ohne gute Feinmotorik sollte ich nicht Uhrmacher werden. - Ohne zu Behaupten ich wüsste es: Falls eine gewisse austistische Ausprägung den Draht zu anderen Menschen kappt, ist das mit dem Chef sein vielleicht auch nicht so gut.


Martin Semmler

17.02.2012, 09:07 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Wenn alles so normal ist, wieso soll da ein Einfluss auf die Führungsqualitäten sein bzw. wieso kommen Sie zum Schluss, dass solche Personen weniger für leitende Funktionen geeignet sind? Sind Führungskräfte etwa "normal"?


Patrik Kothe

16.02.2012, 23:13 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Ich als "Betroffener" sehe das ganze eigentlich auch mehr positiv als negativ. Natürlich gab es einige Probleme zu bewältigen wie zB eine Ausbildung abschliessen zu können oder eine Freundin zu finden, aber ich empfinde es als etwas sehr Spannendes, das Leben aus einem leicht anderen Blickwinkel als alle Anderen zu betrachten. Antworten


Fred Büchi

16.02.2012, 22:35 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Vor allem Männer betroffen: Daran glaube ich nicht, weil in meiner Umgebung auch etliche Frauen an diesem Syndrom leiden. Dass das mit der Aerzte-Ausbildung zu tun hat, ist mir einstweilen klar. Auch dass Ritalin usw. kaum helfen, ebenfalls. Dass es häufig hochintelligente Menschen betrifft, ebenfalls. Die müssen sinnvoll betreut werden, dann nützen sie der Gesellschaft. Antworten


Christopher Robert

19.02.2012, 19:25 Uhr
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Es scheint so, dass betroffene Frauen (unbewusst) Nischen finden, wo sie sich unauffällig zurückziehen können (z. B. lange Hundespaziergänge, intensives Kochen und Backen) und so weniger oft diagnostiziert werden. Etlichen Frauen fürchten mit einer offiziellen Diagnose bei Scheidung Probleme mit dem Sorgerecht der Kinder zu bekommen.
Ob tatsächlich weniger Frauen davon sind, bezweifle ich sehr.


isabella jaller

17.02.2012, 09:12 Uhr
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irgendwie scheint es mir, wollen sie es einfach nicht zugeben. es ist bekannt, dass mehr männer betroffen sind. muss wohl an den genen liegen ;-), aber ist doch schön, wenn man inteligent ist, andere haben nicht einmal das. ich gehe auch nicht davon aus, dass sie effektiv ettliche frauen mit der krankheit kennen. in meinen schulklassen gab es nie ein mädel mit einer solchen ausprägung.


Parvaneh Ferhadi

17.02.2012, 07:14 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Die Aussage stimmt so auch nicht. Es wurden in der Vergangenheit vor allem Männer DIAGNOSTIZIERT, weil das bei denen sichtbarer ist als bei Frauen. Man geht davon aus, das wesentlich mehr Frauen davon betroffen sind, als man glaubt.


ferenc domokos

16.02.2012, 22:10 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

gibt es vieklleicht ein neues medikament? das könnte der grund für den anstieg der diagnostitierten fällen sein. Antworten


Sibylle Bäumle

16.02.2012, 17:33 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Gesund oder krank, wer weiss das schon so genau? Am besten, man steht dazu, wie man ist und versucht, sich und anderen Menschen nicht zu schaden! Auch Gesunde haben schlechte Tage. Ich habe Depressionen und eine Persönlichkeitsstörung und wenn es mir schlecht geht, sag ich das meiner Umwelt auch. und sage auch oft sorry, heute war ich wieder mal ein Ekel! Antworten


Ueli Niderberg

16.02.2012, 17:08 Uhr
Melden 13 Empfehlung 1

Was mich nervt ist, dass man auf solche Aspis-ADHS letztlich Rücksicht nimmt. Hatte 2 so Chefs. Hochintelligent, KEIN Einfühlungsvermögen, gehen über Leichen, schauen einen nicht an beim Reden. Alle habe sich genervt ab diesem assozialen Hardcore-Manager. Solche Leute sollten in einer Spezialabteilung Software schreiben, aber in einem Team sind solche Leute untragbar. Eine Belastung für alle. Antworten


Parvaneh Ferhadi

17.02.2012, 07:23 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Das waren sehr wahrscheinlich keine Aspis. Das Aspis kein Einfühlungsvermögen hätten stimmt so eh nicht - sie reagieren auf soziale Signale i.d.R. einfach anders, als es dem Standard entspricht. Aspis gehen auch nicht über Leichen. Die Leute, die Sie beschreiben, fallen in eine andere Kategorie namens Psychopathen.


pierre bourdon

16.02.2012, 16:10 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Bei dieser Pathologisierung von harmlosen persönlichen Eigenheiten kann einem ja echt übel werden. Will gar nicht wissen, was man bei mir so 'herausfinden' würde - aber ADHS oder Asperger wären 100pro dabei. Andere tragen dieses Etickett dann noch als Gütesiegel herum, auch kaum zu glauben! Dabei ist das einfach nur eure Persönlichkeit! Es gibt gar nicht genügend Schubladen für uns alle! :P Antworten


Barbara Nyffeler

16.02.2012, 21:39 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Eine Aspie-Diagnose ist kein Gütesiegel. Aspie's wären nämlich gerne "normal", würden nicht gemobbed von Mitschülern oder von Lehrkräften, fragen sie einmal meine Kinder. Eine Diagnose bringt Klärung, ist aber auch belastend.


eugen bissegger

16.02.2012, 15:19 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Die Beschreibung der Symptome des Arztes kommt mir eher als Zwangsstörung vor. Ich möchte gerne einmal einen Bericht lesen, wie ein gesunder Mensch tickt. Antworten


Hans Cortesi

16.02.2012, 11:28 Uhr
Melden 26 Empfehlung 0

Ich kann nur jedem empfehlen, im Internet "Die Entdeckung von Aspies" zu suchen, da wird das Asperger-Syndrom von bekannten Experten ausschliesslich anhand positiver Merkmale definiert (und eben nicht als Krankheit).
Im Gegensatz zu 95 % der Bevölkerung, welche am Neurotypischen-Syndrom leidet, lügen Aspies so gut wie nie,sind absolut ehrlich, etc. Ich bin stolz, ein Asperger zu sein!
Antworten


Parvaneh Ferhadi

17.02.2012, 07:26 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Besten Dank für Ihr Votum. Auch dieser Artikel entspricht voll dem Standard von TA Media: Schlecht recherchiert, fehlerhaft und tendenziös. Gewürzt mit einer persönlichen Story die nicht das Thema sondern etwas anderes beschreibt, in diesem Fall OCD.


Sven Rudin

16.02.2012, 11:20 Uhr
Melden 22 Empfehlung 0

Spannend wie nicht betroffene zu diesem Thema stehn, wie im Dorf über Kinder und Familien gesprochen wird die davon betroffen sind. Wenn durch Forschung mehr über solche Dinge bekannt wird hat das doch nichts mit einem Trend zu tun. Fragt bei betroffenen Nach wie es Ihnen geht. Das würde die Welt besser machen. Leider fehlt aber den "Schwätzern" der Mut sich damit auseinander zu setzten. Schade Antworten


Petra Gerber

16.02.2012, 11:08 Uhr
Melden 61 Empfehlung 0

Ich glaube heute wird auch viel mehr erwartet, dass die Menschen alle einheitlich funktionieren. Aus der Norm zu fallen, und dazu braucht es nicht viel, macht einem das Leben deutlich schwerer. Vermutlich sucht man daher auch eher eine Bestätigung in der Diagnose - als eine Art Berechtigung so zu sein, wie man ist. Wenn wir alle wieder ein wenig toleranter würden, wäre das Leben viel einfacher. Antworten


Marc Christen

16.02.2012, 11:33 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Find ich auch. Immerhin, durch eine präzise Diagnose wird das Unbekannte bekannt, so muss niemand "Angst" haben davor. Und es ist "sozial gerecht"... man hat einen Vorteil und einen Nachteil, so wie alle anderen auch.


Hansueli Kälin

16.02.2012, 10:29 Uhr
Melden 36 Empfehlung 0

Da wir nie ganz genau wissen, wie ein Mensch funktioniert, was einen Menschen ausmacht, können wir auch nie sagen, was ein gesunder Mensch ist. Deshalb ist jeder irgendwie "krank". Nicht die Krankheit ist das Problem, sondern die Idee des Gesundseins. Antworten


Nina Grandjeux

16.02.2012, 10:28 Uhr
Melden 23 Empfehlung 0

Manchmal habe ich auch das Gefühl, es ist eine Ausrede gewisser Leute: Hei, ich habe ADHS, ich kann nichts dafür, dass ich immer rumhüpfen muss! Schwachsinn, du hast einfach keinen Anstand, das ist ein Unterschied! Antworten


Nina Grandjeux

17.02.2012, 09:12 Uhr
Melden 3 Empfehlung 2

@B. Zimmermann: Ui, da fühlt sich jemand aber auf den Schlips getreten! Und bezüglich Anstand: Sie kennen das Sprichwort mit dem Glashaus und den Steinen? Nicht? Dacht ich mir.


Berta Müller

16.02.2012, 10:55 Uhr
Melden 13 Empfehlung 2

Und den meisten wurde der Anstand auch nicht beigebracht. Die Eltern sitzen meilenweit entfernt, unterhalten sich mit anderen, oder ignorieren das Gezappel des Nachwuchs ganz einfach.


Bernhard Zimmermann

16.02.2012, 10:55 Uhr
Melden 59 Empfehlung 0

Was verstehen Sie unter "Anstand" Frau Grandjeux? Ihre naive Weltaunschauung resp. Diffamierungen zeugen auch nicht gerade von Anstand, wenn wir schon dabei sind.


Werner Hürlimann

16.02.2012, 10:18 Uhr
Melden 43 Empfehlung 4

Die Erfindung von immer neuen Krankheitsbildern geht einher mit steigenden Umsätzen in der Pharma. Wir produzieren heute mehr zukünftig Kranke und Abhängige weil wir nicht mehr als Gesellschaft funktionieren. Bsp. ADHS, Kinder die aktiv sind haben ADHS, also ruhig stellen und abhängig machen. Eigentlich gehört die medizinische Wissenschaft zur Untersuchung auf den Stuhl, es ist viel zu viel faul! Antworten


Tom Lippke

01.09.2012, 14:16 Uhr
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Für das Asperger-Syndrom gibt es keine medikamentöse Therapie.


Monika Diethelm-Knoepfel, Dr. med.

29.07.2012, 16:41 Uhr
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Sind Sie Scientology auf den Leim gekrochen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen aktiven Kindern und ADHS. Aktive Kinder erreichen ihre Ziele, Kinder mit ADHS kommen vor lauter Herumgezappel oft nicht zu dem, was sie möchten. Und es gibt auch den Träumer-Typ des ADHS, der nicht mitbekommt, was läuft. Ritalin macht übrigens nicht abhängig, wenn man ein ADHS hat, man kann jederzeit aufhören.


Ursula Hess

13.07.2012, 19:41 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Liebe Herr Hürlimann,
Ihre Argumente in Ehren, aber wenn Sie immer wieder den Job verlieren, weil Sie sich nicht lange konzentrieren können und viele Fehler entstehen, wären Sie wahrscheinlich sehr froh um ein Medikament, dass Ihnen hilft sich besser zuerecht zu finden und länger zu konzentrieren. Es geht nicht nur um die Hyperaktivität.


Hans Zimmermann

16.02.2012, 14:55 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Wow. Herr Hürlimann, mein Hochachtung. Die ganze Psychiatrie und ihre Anhänger sind alles nur Scharlatane. Eine Ausrede für die Politik und die Versicherungen. Ich MUSS (muss!!!) einen Psychiater konsultieren, damit ich eine IV-Rente bekomme. Dass ich um Haaresbreite an Tetraplegie vorbeigeschrammt bin, beim Bruch meines Halswirbels wird schlicht ignoriert. Aber Schleudertrauma gibt's ja nicht...


Fritz Miehl

16.02.2012, 11:21 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Gut dass wir jetzt wissen wir können ja gar nicht anders! Dem Medizinisch-Industriellen-Komplex und seinen fleissigen Dealern, den kassenamtlich geprüften Ärzten, sie dank! Die angeblich medizinische Wissenschaft gehört nicht nur auf den Stuhl- sondern eingesperrt wie jeder "abhängig machender" Dealer! Da uns die Medien das Hirn recht gut gewaschen haben, werden wir auch das "schlucken"!



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