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Die Ausbreitung der Viren kann kaum noch gestoppt werden

Von Martina Frei. Aktualisiert am 27.04.2009 16 Kommentare

Eine zu heftige Abwehrreaktion des Körpers verursacht die schweren Krankheitsfälle. Der Erreger hat Bestandteile von vier Virentypen.

«Diese Epidemie beginnt erst», sagt Pietro Vernazza, Chefarzt der Abteilung für Infektiologie am St. Galler Kantonsspital. Bis Redaktionsschluss war noch offen, ob Grippefälle in Spanien, Frankreich und Israel ebenfalls auf den völlig neuen Virustyp zurückzuführen sind, «aber wir müssen davon ausgehen, dass es dieses H1N1-Virus ist. Alles andere wäre ein grotesker Zufall», sagt Vernazza. Die Phase, in der die Ausbreitung der Viren noch mit einer sogenannten «Ringprophylaxe» gestoppt werden könne, sei bereits überschritten, erklärt er. «Jetzt entgleist es.»

Das völlig neue Virus hat Bestandteile von vier Grippeviren: nordamerikanische Schweinegrippe-, Vogelgrippe- und Menschengrippeviren sowie eurasische Schweinegrippeviren (siehe Grafik). Noch sind erst wenige Labors in der Lage, dieses neue Virus nachzuweisen.

«Wird viel leichter übertragen»

Die Situation sei «sehr unangenehm», sagt Patrick Mathys, Leiter der Sektion Pandemievorbereitung beim Bundesamt für Gesundheit. Das H1N1-Schweinegrippevirus habe «mehr Pandemiepotenzial als das Vogelgrippevirus H5N1». Zwar ist das Schweinegrippevirus bislang weniger tödlich: Von über 1300 mutmasslich Infizierten erlagen bisher mindestens 86 den H1N1-Viren. Bei der Vogelgrippe stirbt statistisch etwa jeder zweite Erkrankte. «Aber das Schweinegrippevirus wird viel leichter von Mensch zu Mensch übertragen», legt Mathys dar.

Zudem bereiten den Experten zwei weitere Eigenschaften Sorgen: «Schwer erkranken bisher vor allem junge, kräftige Menschen. Das ist anders, als wir es von der Grippe sonst kennen», sagt Vernazza. Grund dafür ist eine (zu) heftige Abwehrreaktion des Körpers, ein sogenannter Zytokinsturm. Zudem sei die Ansteckungsgefahr bei der Grippe am Tag vor Beginn der Symptome am grössten, legt Vernazza dar. «Allein mit der Isolierung von Erkrankten kann man die Ausbreitung also nicht stoppen.» Seine «grosse Sorge» ist, dass die neuen H1N1-Viren bei unsachgemässer Anwendung der Medikamente Tamiflu und Relenza resistent werden. «Die Resistenzbildung beim neuen Virustyp ist noch nicht vorherzusagen», sagt Mathys. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.04.2009, 09:24 Uhr

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16 Kommentare

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

27.04.2009, 06:55 Uhr
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Influenza durch Trinkwasser übertragbar: Die Influenza kann sich durch kaltes Trinkwasser ausbreiten. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Ultrafiltration von Wasser hilft. Antworten


markus roth

27.04.2009, 10:45 Uhr
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die übliche panikmache von überdrehten forschern, wie bei aids, ebola virus, bse, voggelgrippe, etc., etc. im dunstkreis von hiob-freunden und pharma. anstatt nüchtern zu bleiben und verantwortung zu tragen, drängen sie wie gestört an die mikrofone, in die medien und ins fernsehen und warner vor der imaginären katastrophe, die sie selbst mit ihrer hysterie verursachen Antworten



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