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Bund will Masern bis 2015 eliminieren
Aktualisiert am 20.04.2012 23 Kommentare
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679 Masernerkrankungen sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) im vergangenen Jahr gemeldet worden. Bis Ende 2015 soll die Krankheit eliminiert sein. Für das konsequente Impfen gegen verschiedene Krankheiten wirbt die Europäische Impfwoche vom 21. bis 27. April.
Als eliminiert gelten die Masern, wenn 95 Prozent der Bevölkerung dagegen immun sind. Dazu braucht es zwei Impfungen oder eine Erkrankung. Laut BAG-Mitteilung waren im Jahr 2010 80 Prozent der Kinder unter zwei Jahren zweimal geimpft. Weitere zehn Prozent nur einmal - sie waren nicht ausreichend geschützt.
«Sicher einige 100'000 Personen»
Genaue Angaben zur Durchimpfungsrate der gesamten Bevölkerung liegen nicht vor, sagte Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten beim BAG, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Sicher einige 100'000 Personen» in der Schweiz seien nicht immun.
Die natürliche Immunisierung durch das Durchmachen der Krankheit genüge bei weitem nicht. Beim Masernausbruch zwischen 2006 und 2009 wurden rund 4400 Erkrankungen gemeldet. Der jüngste Ausbruch erfolgte im vergangenen Jahr mit 679 erfassten Fällen.
Zehn Prozent der Erkrankten mussten laut BAG im Spital behandelt werden. Bei vier Prozent kam es als Komplikation zu einer Lungenentzündung, ein Patient erkrankte an Hirnentzündung. Zwischen grösseren Ausbrüchen liege die Zahl der Masernerkrankungen laut Koch bei 20 bis 30 jährlich.
Meldungspflichtige Krankheit
Masern sind eine hochansteckende, meldungspflichtige Krankheit. Jeder von einem Arzt erfasste Fall muss den Behörden gemeldet werden. Das sind laut Koch weitaus die meisten. Die Dunkelziffer dürfte deshalb klein sein.
Gründe dafür, seine Kinder nicht oder nicht, wie nötig, zweimal impfen zu lassen, gibt es verschiedene: Während in den untersten sozialen Schichten eher die Unkenntnis des ärztlichen Angebots ausschlaggebend sei, hersche bei den obersten sozialen Schichten häufiger eine impfkritische Haltung, sagte Koch.
Eliminierungsfrist verlängert
Ursprünglich sah die Weltgesundheitsorganisation eine Ausrottung der Masern in Europa bis 2010 vor. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, die Frist deshalb bis Ende 2015 verlängert.
Wie viele andere Länder hat die Schweiz für die diesjährige europäische Impfwoche die Masernimpfung als Thema gewählt. Die Woche soll die Bevölkerung sensibilisieren und damit mithelfen, die Impfrate zu erhöhen. Dazu werden Informationsbroschüren breit gestreut. Zur europäischen Impfwoche ruft jeweils das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation WHO auf. Dieses Jahr beteiligt sich auch die WHO weltweit - die Kampagne findet also auf der ganzen Welt statt.
(jak/sda)
Erstellt: 20.04.2012, 11:02 Uhr
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23 Kommentare
Und wer zahlt für die Nebenwirkungen und Todesfälle der Impfung, weder der Bund noch die entsprechenden Ärzte oder die Hersteller, weil es schlicht keinen vernünftigen Patientenschutz gibt. Aber die Pharmaindustrie und die Ärzte dürfen sich weiter genüsslich am Patienten bereichern. Tolle Regierung, die wir haben. Antworten
Ich verstehe die Aufregung nicht. Früher war das eine ganz normale Kinderkrankheit, die man einfach durchgemacht hat. Und - es müssen ja nur Leute Angst haben, die nicht geimpft sind und die sind ja freiwillig nicht geimpft, wo liegt also das Problem???? Antworten
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