…vor 36 Jahren: Der Kanton Jura löst sich von Bern
Von Céline Raval. Aktualisiert am 22.06.2010
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An der Urne entscheiden die Jurassier an diesem Tag über die Abtrennung vom Kanton Bern und gründen damit den 26. und jüngsten Schweizer Kanton. Die Abstimmung vom 23. Juni 1974 beendet einen jahrelangen Streit zwischen Bern und dem Jura. Sie führt aber auch zum Zerfall der jurassischen Einheit.
Der Jurakonflikt
Die Wurzeln des Jurakonflikts reichen bis zum Wiener Kongress von 1814/15 zurück. Damals wurde der Jura, der vormals zum Fürstbistum Basel gehörte, Bern zugesprochen. Der Grosse Rat verwehrte den neuen Gebieten eine Teilautonomie.
Wenig später kam es im Jura aus politischen, wirtschaftlichen und religiösen Gründen zu Aufständen, worauf Bern mit Besetzungstruppen antwortete. 1947 entflammte der schon lange schwelende Jurakonflikt mit der Möckli-Affäre erneut. Der Fall lieferte den entscheidenden Funken ins bernisch-jurassische Pulverfass. Nun begann eine unaufhörliche Welle von Protesten, die schliesslich zur Kantonsgründung führen sollte.
Nach den drei Juraplebisziten in den Jahren 1974-75 zur Klärung der genauen kantonalen Grenzverläufen wird der Jura in der eidgenössischen Abstimmung vom 24. September 1978 schliesslich als eigenständiger Kanton anerkannt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.06.2010, 14:55 Uhr
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