…86 Jahren: Billige Bücher für einfache Leute
Von Claudia Müller. Aktualisiert am 24.08.2010
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Den ärmeren Leuten den Zugang zu Büchern und Kultur zu ermöglichen, dafür steht der Bildungsverband Gutenberg, der in Leipzig gegründet wird. Der Verlag macht sich mit seinen künstlerisch illustrierten Büchern schnell einen Namen.
Besteht immer noch
Bruno Dressler, Initiator und Vorsitzender des Bildungsverbands der deutschen Buchdrucker, setzt sich für die Gründung einer Büchergilde ein, die den schlecht gestellten Leuten preiswerten Lesestoff anbieten kann.
Am 29. August 1924 wird der Bildungsverband Gutenberg gegründet, welcher schon nach einem halben Jahr 5000 Mitglieder zählt. Bis im Jahr 1931 entstehen in Deutschland 27 Geschäftsstellen – in Wien, Prag und Zürich werden ebenfalls Filialen auf die Beine gestellt. Fast zehn Jahre nach der Gründung sind es um die 80'000 Menschen, die sich dem Verband angeschlossen haben. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten werden die meisten Mitarbeiter entlassen. Bruno Dressler wird verhaftet und der Bildungsverband wird in die Deutsche Arbeiterfront eingegliedert.
Nach 1945 wird die Büchergilde durch den Sohn des Gründers wieder belebt. Heute ist Gutenbergs Bildungsverband eine Verlagsgesellschaft und zählt ungefähr 100'000 Mitglieder, die jeweils einen Artikel pro Quartal übernehmen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.08.2010, 11:58 Uhr











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