...65 Jahren: Bombenangriff auf Zürich
Von Céline Raval. Aktualisiert am 10.03.2010
Als an jenem verhängnisvollen Sonntagmorgen exakt um 9.32 Uhr der Fliegeralarm ertönt, glaubt wohl niemand ernsthaft an einen Angriff aus der Luft. Seit Beginn des Krieges hat es schon zahlreiche Fehlalarme gegeben. Doch es kommt anders als gedacht: Fünf amerikanische Flugzeuge bombardieren knapp eine Stunde später die Stadt Zürich.
Wetterbedingter Irrtum
Das Bombardement auf Zürich ist nicht gewollt. Die schlechten Wetterbedingungen führen dazu, dass die unerfahrenen Piloten der Kampfflugzeuge ihr ursprüngliches Ziel Pforzheim verfehlen. Die Bomben schlagen in der Nähe der Landwirtschaftlichen Schule Strickhof ein. Der verheerende Irrtum fordert insgesamt 5 Menschenleben und 15 Verletzte. Direkt nach dem Geschehen verbreitet sich in Zürich das Gerücht, der Angriff hätte einer Propagandazentrale der Nazis gegolten. Dies stellt sich jedoch als unwahr heraus.
Piloten werden freigesprochen
Die betroffenen amerikanischen Piloten und Navigatoren müssen sich später vor einem Kriegsgericht verantworten. Ihnen wird grobe Fahrlässigkeit beim Bombardieren einer neutralen Nation vorgeworfen. Sämtliche Besatzungsmitglieder erreichen aber nach der Verhandlung einen Freispruch. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.03.2010, 14:06 Uhr






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