… 16 Jahren: Arafat und Rabin geben sich die Hand
Von Jan Knüsel. Aktualisiert am 11.09.2009
Das Abkommen hätte den Frieden im Nahen Osten besiegeln sollen. Nach monatelangen Verhandlungen im weit entfernten Norwegen schienen sich Israel und Palästina über eine friedliche Zukunft einig geworden zu sein.
Im sogenannten «Oslo-Abkommen» vereinbarten die beiden Parteien, dass Israel die meisten Teile der besetzten Gebiete im Westjordanland in den folgenden sieben Jahren den Palästinensern abtreten würden. Nach dieser Frist sollte Palästina seinen eigenen Staat ausrufen können.
Um dem Abkommen die notwendige Autorität zu verleihen, lud US-Präsident Bill Clinton Israels Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin und Pälastinenser-Führer Yasser Arafat zur feierlichen Unterzeichnung nach Washington ein. Vor dem Weissen Haus kam es am 13. September 1993 zur Unterschrift unter das Oslo-Abkommen und zum historischen Handschlag zwischen Rabin und Arafat, die sich einst mit Waffen bekämpft hatten.
Die fatale Wende
Nur zwei Jahre später wurde Jitzchak Rabin von einem israelischen Gegner des Abkommens ermordet. Unter seinem konservativen Nachfolger Benjamin Netanjahu kam der Friedensprozess zum Stillstand. Die Spannungen stiegen wieder an. Sieben Jahre später brach die zweite Intifada, der Aufstand der Palästinenser, aus. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.09.2009, 11:05 Uhr
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