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Von der Rolex-Bibliothek zum UBS-Zentrum

Ohne Drittmittel geht gar nichts mehr: Zahlreiche Lehrstühle und Institute existieren heute nur dank privaten Spenden. Wir zeigen, wer an welcher Universität wieviele Gelder stiftet. Mehr...

Von Simon Schmid.

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23 Kommentare

Benjamin Frauchiger

20.04.2012, 17:58 Uhr
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Ich bin fuer die Unterstuetzung der universitaeren Forschung durch die Privatwirtschaft. Es entstehen Vorteile fuer alle Beteiligten. Die Unis koennen neue Forschungsstellen schaffen und auch in neue Einrichtungen investieren. Die Privatwirtschaft erhofft z.B. sich neue Methoden im Kampf gegen den Krebs. Zudem koenen kompetente Forscher, etc. fuer ihre eigenen Projekte rekrutiert werden. Antworten


Ursula Jungo

20.04.2012, 17:23 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Wir sind selber schuld daran, keine rechten Parteien und dann gibt es Geld für Universitäten!Aber so lange SVP,CVP usw. gewählt wird,geht das Geld in die oberen Etagen der Bevölkerung.Wann wird das Studieren wieder zu teuer für einen Normalbürger?Auch das wird kommen mit den rechtsgerichteten Parteien!Zahlt der Staat nichts,zahlen eben die reichen Firmen und es geht nach dessen Gusto weiter! Antworten


Rolf Heinzmann

20.04.2012, 16:38 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

Ich finde es grossartig, wenn sich private in diesem Bereich engagieren. Ich bin aber auch der Meinung, dass eine ernsthafte öffentliche Diskussion über Interessensbindungen geführt werden muss. Denn auch hier gilt: wer zahlt befiehlt (oder möchte zumindest seinen Einfluss auf möglichst subtile Art und Weise geltend machen). Antworten


Christine Meier

20.04.2012, 16:30 Uhr
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Also, wir Schweizer, sind wir froh, dass auch unsere Universitaeten von grosszuegigem Sponsoring profitieren koennen. Warum wurden wohl Harvard, Princeton, Yale, ect. weltberuehmt, Dank privaten Geldern! Nicht nur den Studenten bringt dies enorme Vorteile, sondern es koennen top Professoren angestellt werden die wiederum top Studenten ausbilden (darunter hoffentlich viele Schweizer!). Antworten


Sebastian Zeidler

21.04.2012, 02:38 Uhr
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Oberflächlich betrachtet - ja.Letztlich aber bewirkt der Rückzug des Staates aus der Bildung (siehe USA, GB, D) die Verschärfung der Klassenunterschiede in der Gesellschaft.Der britische Historiker Timothy Garton Ash nannte das vor 20 Jahren schon einen Rückschritt ins 19.Jahrhundert.Bildung darf nicht privaten Kapitalinteressen unterworfen sein.Das führt uns nur wieder von Krise zu Krise.


Mike Keller

20.04.2012, 21:15 Uhr
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sina baggenstos: Gentech Saatgut kriegen Sie beim Schweizer Syngenta und das Amerikanische Bildungssystem ? Von welchem sprechen Sie - ist etwa das gleiche wie wenn einer vom Europäischen Bildungssystem spricht, aber Albanien meint und mit der Schweiz gleichstellt. Die Schweiz und die USA kann man nicht so vergleichen, denn 8 Mio Einwohner finden Sie in einer Amerikanischen Grossstadt alleine!


christine meier

20.04.2012, 18:03 Uhr
Melden 4 Empfehlung 1

@Baggenstos: Auch ein reiches Land hat Limiten wieviel fuer die Erziehung eingesetzt wird. Und, was Amerika betrifft, so ist dieses Land bezueglich Forschung fuehrend, dank der Grosszuegigkeit vieler Institutionen, ein Vorbild, das sich zum Glueck auch schweizer Gesellschaften nehmen!


sina baggenstos

20.04.2012, 17:29 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Ein so reiches Land wie die Schweiz kann also die Universitäten nicht selber finanzieren und ist dafür auf private Spenden angewiesen? Und Sie fürchten nicht, dass die edlen Spender etwas für ihr Geld erwarten? Die Forschungsrichtung mitbestimmen wollen? Oder vielleicht sogar die Ergebnisse? Zudem: Amerika würde ich wirklich nicht als Vorbild nehmen, in keinem Bereich!


Mike Keller

20.04.2012, 18:34 Uhr
Melden 3 Empfehlung 1

Genau so ist es. Und wenn man die Forschung der Oekonomie in der Schweiz anschaut ist das Sponsoring der UBS mehr als dringend nötig. Der Zustand in diesem Bereich ist nämlich international gesehen mit wenig Ausnahmen sehr schwach bis inexistent!


sina baggenstos

20.04.2012, 19:18 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

@Meier: Genau, dank der Grosszügigkeit von Spendern ist Amerika führend, von der Entwicklung von Gentech Saaatgut über Convenience-food bis zu neoliberalen Wirtschaftsmodellen. Toll!
Zudem: Das amerikanische Bildungssystem ist eine Katastrophe, ganz sicher kein Vorbild für die Schweiz. Wenn das Geld für Kampfflugis reicht, sollte es auch für Universitäten reichen!


Hans Willi

20.04.2012, 16:30 Uhr
Melden 39 Empfehlung 1

Vielleicht wäre es sinnvoller die Steuern für diese Grosskonzerne zu erhöhen, dann könnte der Staat seinen Aufgaben gerecht werden. Und die (neutralen) Resultate der Unis kämen dann der Allgemeinheit zu gute, welche so oder so die Hauptlast trägt. Denn es gilt auch hier, wes Brot ich ess des Lied ich sing..... Antworten


Thomas Sapper

20.04.2012, 16:26 Uhr
Melden 11 Empfehlung 1

Einfache Lösung: Semesterbeiträge massiv erhöhen (z.B. 10'000 - 20'000.-/Jahr). Die Studenten können ja tagsüber vollzeit arbeiten und nachts studieren. Geht ja anderswo auch. Und wenns nicht geht, halt sein lassen... Antworten


Kim Zehnder

20.04.2012, 21:56 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Ich als Studentin, die nebenher arbeitet, könnte mir ein solch teures Studium nicht mehr leisten. Dass du nie studiert hast, ist offensichtlich!
Studenten auf der ganzen Welt, zum Beispiel in den USA, starten ihre berufliche Karriere mit Schulden von mehreren hunderttausend Franken. Da man zur Zeit so leicht eine Stelle findet, was meinst du, wer die Schulden schlussendlich bezahlen wird?!


Ronnie König

20.04.2012, 17:49 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

.... und dann halt noch mehr Ausländer importieren. Genau, macht nix. Die werden dann dafür sorgen, dass wir EU-Mitglied werden und an die EU-Töpfe mit förder- und Forschungsgeld kommen. Die souveräne Schweiz kann abdanken und wird, was zwar eh schon ist, EU-Provinz werden.


Max Conllson

20.04.2012, 16:23 Uhr
Melden 46 Empfehlung 1

Vieleicht sollte man mehr Geld in die Lehrqualität und weniger in die Möbelinfrastruktur investieren. Nur schon auf dem Bild sind 7 Eames Stühle (CHF 3000.-) zu sehen. Nicht zu sprechen von den unzähligen USM Möbeln. Antworten


Tom Koller

20.04.2012, 16:58 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Die Möbel sind nur die Spitze des Eisberges! Ich sehe was in der IT-Infrastruktur gekauft wird. Das könnte sich ein privater niemals leisten!


Cassandra Dürr

20.04.2012, 16:16 Uhr
Melden 57 Empfehlung 1

Das ist ungemein gefährlich für die freie Lehre! Wenn nur noch die Sponsoren bestimmen, was geforscht wird, läuft das Ganze auf eine Subventionierung der privaten Gewinn-Maximierung der Wirtschaft hinaus. Unerwünschte Forschung, z.B. Wirkstoffe v.Pflanzen f. Alternativmedizin, die die Pharma konkurrenzieren könnte, würde dann abgewürgt.
Lieber Unis als den Gripen!
Antworten


Alex Renge

21.04.2012, 20:12 Uhr
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@Brunner: Doch, nach Skandinavien. Die dortigen Infrastrukturen funktionieren ebenfalls sehr gut (trotz hoher Steuerlast). Tatsache ist auch, dass die CH-Akademikerquote viel zu niedrig ist: Laut Human Development Index liegen sogar die USA vor der Schweiz (wohlgemerkt - der HDI wird von der UNO veröffentlicht und legt eines seiner Hauptaugenmerke auf den Bildungsstand der Bevölkerung).


Andreas Brunner

20.04.2012, 16:48 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

@Obrecht: Wo wird denn der Staat in der CH "kaputt gespart"? Was ist denn bei uns - im Vergleich zu anderen Ländern - genau kaputt? Seltsamerweise funktionieren bei uns die staatlichen Institutionen und Einrichtungen (wie Schulen, Unis etc.) einiges besser als in Ländern mit hoher Staatsquote und hohen Steuern....Aber vielleicht haben Sie noch nie über eine Grenze geschaut


Walter Olbrecht

20.04.2012, 16:29 Uhr
Melden 29 Empfehlung 0

Der Mechanismus ist, mit 'einfachen' Worten, der: Man spart den Staat kaputt, die Reichen aus Finanz- und Wirtschaftswelt zahlen weniger Steuern und der Staat kann seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die Reichen springen dann freundlicherweise ein und bestimmen u.a. die Ziele und die Mittel unserer Forschung und Wissensentwicklung, sie kaufen Zeitungen, Fernsehsender u.a.m.


Parvaneh Ferhadi

20.04.2012, 18:37 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Das ist ja gerade das Ziel. Die Unis sollen in ihrer Forschung "wissenschaftlich" begründen, warum das Abzockermodell der Banken schon gut so ist wie es ist. Grosse Firmen schreiben sich nicht nur die Gesetze selbst (an die sie sich dann doch nicht halten) und bestimmen die Aufsichtsorgane, sondern legen auch den theoretischen Unterbau fest, mit welchem ihr Tun als richtig begründet wird.


René Reinhard

20.04.2012, 18:38 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Gibt es das denn, eine gekaufte, unabhängige Forschung oder eine unabhängige, gekaufte Forschung? Mir scheint das ein Widerspruch in sich zu sein.
Die Aussage, dass in der Praxis private Gelder aus der hiesigen Lehr- und Forschungstätigkeit nicht mehr wegzudenken seien, wirkt eher wie eine Nebelpetarde als dass sie zur Klärung des Sachverhaltes irgend etwas beiträgt.
Antworten


John Peer

20.04.2012, 17:59 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Die Bedenken gegen Privatfinanzierung in Ehren, aber ist es nicht naiv zu glauben, dass Staatsgelder völlig ohne Beeinflussung und impliziten Bedingungen fliessen? Antworten



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