«Übelste Firma»: Roche für Schmähpreis nominiert
Aktualisiert am 26.01.2010 9 Kommentare
Nicht sehr begehrt: Der «Public Eye Award» wird am 27. Januar 2010 um 14 Uhr verliehen.
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Wer hat den Schmähpreis 2009 in der Kategorie Swiss Award verdient?
Roche
Farner PR
Das Internationale Olympische Komitee
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Die Agentur Farner PR habe während des Abstimmungskampfes um die Initiative gegen Kriegsmaterialexporte «Spitzeldienste für die Rüstungsindustrie» geleistet, teilen die Public-Eye-Organisatoren Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz mit.
Farner PR ist zusammen mit dem Pharmakonzern Roche und dem IOC für den «Swiss Award» nominiert. Roche wird für zwei in China durchgeführte Transplantationsstudien kritisiert, dem IOC droht die Auszeichnung, weil es im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Vancouver (Kanada) die Landfrage nicht geklärt haben soll.
Umweltzerstörung, Vertreibungen, Zwangsumsiedlungen
Für den «Global Award» sind ebenfalls drei Unternehmen in den Fokus von EvB und Greenpeace geraten: Erstens der Stahlkonzern «Arcelor Mittal», der keine Verantwortung übernehme «für die Verschmutzung einer aufgekauften Stahlfabrik» in Südafrika.
Der französische Energieversorger GDF Suez wird wegen seiner finanziellen Beteiligung beim Bau eines Elektrizitätswerks am brasilianischen Madeira-Fluss angeprangert. Damit verbunden seien Umweltzerstörung, Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen. Die Royal Bank of Canada (RBC) schliesslich wird wegen ihrer «unverantwortlichen» Kreditvergabe-Praxis kritisiert.
Die «übelste Firma» der Kategorien «Swiss Award» und «Global Award» erhält den «People's Award». Der «Gewinner» wird in einer Internetwahl bestimmt. Die Abstimmung dauert noch bis am 26. Januar.
Zudem wird am WEF-kritischen Anlass erstmals ein «Greenwash Award» verliehen, bei dem es um die «unglaubwürdigsten Sozial- und Öko-Label» geht. Nominiert sind gemäss Mitteilung der vom WWF mitinitiierte «Runde Tisch für verantwortliches Soja», die «Gesundheitsförderung Schweiz» sowie das «Uno-Wassermandat».
Nobelpreisträger Stiglitz als Hauptredner
Die Preisverleihung der Public Eye Awards findet am 27. Januar in Davos statt. Hauptredner ist der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz. Einen Vortrag hält auch der grüne Politiker und ehemalige deutsche Umweltminister Jürgen Trittin.
Moderiert wird der WEF-kritische Anlass von der deutschen Schauspielerin Julia Jentsch. Für Unterhaltung sollen der Schauspieler und Musiker Carlos Léal, der Rapper Greis sowie der Satiriker Patrick Frey sorgen. (bru/sda/)
Erstellt: 26.01.2010, 12:39 Uhr
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9 Kommentare
Greenpeace ist mein Favorit fuer unethisches Verhalten! Bei der beispiellosen Brent-Spar Affaire veroeffentlichte Greenpeace falsche Zahlen. In Europa wurden daraufhin Shell-Tankstellen bestreikt und abgefackelt. Greenpeace gab erst nach 5 Monaten zu, dass ihre Schätzung über die Menge giftiger Ölrückstände im Tank vorsaetzlich grob fehlerhaft war. BBC Kommentar: Die haben uns alle verarscht! Antworten
Die sogenannten Public-Eye Organisationen machen als Trittbrettfahrer zum WEF kraeftig Werbung in eigener Sache und erhalten von unseren Medien eine willige Gratis-Plattform fuer Politpropaganda und impliziten Spendenaufruf. Gerade Greenpeace als machte sich in der Brent-Spar-Affaire einen Ruf als Noetigungsorganisation und schreckte auch vor Luegen nicht zurueck. Unglaubwuerdig und scheinheilig! Antworten
Die sogenannten Public-Eye Organisationen machen als Trittbrettfahrer zum WEF kraeftig Werbung in eigener Sache und erhalten von unseren Medien eine willige Gratis-Plattform fuer Politpropaganda und impliziten Spendenaufruf. Gerade Greenpeace als machte sich in der Brent-Spar-Affaire einen Ruf als Noetigungsorganisation und schreckte auch vor Luegen nicht zurueck. Unglaubwuerdig und scheinheilig! Antworten
Wenn schon, sollte man alle üblen Firmen aufführen.Da dürften vielleicht solche darunter fallen,wo man es nicht erwartet hat!Wäre interessant, v.a. bei solchen, welche nach eigenen Angaben trotz Wirtschaftskrise ein "riesen"Wirtschaftswachstum erfahren,währenddem andere derselben Branche so ihre Problemchen damit haben.... Antworten
Die ganze Kampagne gegen das Waffenexportverbot ist eine Schande, noch mehr natürlich das Abstimmungsresultat. Die Schweiz ist nun ein Land der Feiglinge, es hat sich international unglaubwürdig und lächerlich gemacht und zieht mit diesem Entscheid seine humanitären Verdienste in den Dreck. Die Alten und Konservativen haben ein moralisches desaster verursacht, die Jungen müssen es später ausbaden. Antworten





Aurélie Huber
Arcelor Mittal, IOC, GDF Suez oder Roche? Ich kann mich gar nicht entscheiden.. die Geschichten sind alle schockierend. Das WEF scheints nicht zu kümmern. Einer ihrer Ehrengäste 2010 ist Besitzer von Arcelor Mittal, Lakshmi Mittal, einer der reichsten Menschen der Welt. Corporate Social Responsibility ist beim WEF zwar ein inflationär gebrauchter Begriff, aber leider nur zu PR-Zwecken +Worthülse. Antworten