Weniger Goodwill: Transocean schreibt Milliardenverlust

Aktualisiert am 27.02.2012

6,12 Milliarden Dollar Verlust im letzten Quartal: Ein sehr hoher Abschreiber auf dem Firmenwert stürzt den Ölbohrkonzern Transocean tiefer in die roten Zahlen.

Der weltgrösste Bohrkonzern sitzt in Steinhausen ZG: Transocean, Firmengebäude. (24. Mai 2011)

Der weltgrösste Bohrkonzern sitzt in Steinhausen ZG: Transocean, Firmengebäude. (24. Mai 2011)
Bild: Keystone

Transocean

  • Transocean
[Alt-Text]

Bildstrecke

Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Am 20. April 2010 ging die Deepwater Horizon in Flammen auf. Es kam zur grössten Ölkatastrophe aller Zeiten.

Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Für das vierte Quartal 2011 muss das historisch in den USA verankerte Unternehmen Transocean, (RIGN 54.03 -1.28%) das an der Schweizer Börse kotiert ist, einen Verlust von 6,12 Milliarden Dollar hinnehmen.

Schon im Schlussquartal 2010 musste der Konzern ein Minus von 799 Millionen Dollar ausweisen. Dass jetzt ein Abschreiber auf dem Firmenwert (Goodwill) erfolge, hat Transocean schon vergangene Woche angekündigt. Heute nun bezifferte das Unternehmen den Abschreiber auf 5,2 Milliarden Dollar.

1 Milliarde für Ölpest zurückgestellt

Dazu kommt, dass Transocean 1 Milliarde Dollar für das Unglück auf der Ölförderplattform Deepwater Horizon zurückstellt, in dessen Folge im Sommer 2010 der Golf von Mexiko und die Küste des US-Staates Louisiana verpestet wurden. Je nachdem, wie Gerichte über die Folgen des Desasters entscheiden, könnte sich dieser Betrag aber noch verändern, teilte der Konzern mit.

Die Transocean-Bohrplattform Deepwater Horizon, auf welcher der britische BP-Konzern Öl förderte, explodierte am 20. April 2010. Dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. Der Ausfluss von Öl konnte erst im Juli 2010 gestoppt werden.

Prozessauftakt verschoben

Ausser Transocean sind auch BP und der Fördertechnikdienstleister Halliburton im Visier der Justiz. Der Beginn des Prozesses ist am Montag aber um eine Woche verschoben worden. Analysten halten es für möglich, dass sich die Konzerne für ihre Mitverantwortung am Unglück aussergerichtlich einigen werden.

Der Umsatz des Konzerns stieg zwischen Oktober und Dezember um acht Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar. Transocean ist ein Unternehmen mit Wurzeln in den USA, das vor einiger Zeit seinen Sitz in die Schweiz verlegt hat und heute eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht ist. (rub/sda)

Erstellt: 27.02.2012, 11:34 Uhr

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Umfrage

Eine volle Rente soll nur noch erhalten, wer zu 80 Prozent invalid ist. Sind Sie mit dem Entscheid des Ständerats einverstanden?



Umfrage

Kein Bonus höher als ein Jahresgrundlohn: Europa will den Bankerlöhnen klare Limiten setzen. Auch ein Modell für die Schweiz?