Wirtschaft

Wem die Schweiz Waffen liefert

Aktualisiert am 10.02.2010 5 Kommentare

Im Gegensatz zur gesamten Schweizer Exportwirtschaft hat die hiesige Rüstungsindustrie ein gutes Jahr hinter sich. Fünf Länder sind die Hauptabnehmer.

Waffenexporte 2009 nach Kontinenten

Waffenexporte 2009 nach Kontinenten


in Prozenten

Quelle: Seco


Die Ausfuhren von Kriegsmaterial beliefen sich 2009 auf 727,7 Millionen Franken, was im Vergleich zu 2008 einer Zunahme um 0,8 Prozent entsprach, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Mittwoch mitteilte. Die fünf Hauptabnehmer waren Deutschland, Saudiarabien, Dänemark, Grossbritannien und Belgien.

Grössere Geschäfte in der Berichtsperiode sind die Teillieferung von 8 Fliegerabwehrsystemen sowie zugehörige Munition nach Saudiarabien für rund 132 Millionen Franken und die Lieferungen von insgesamt 175 gepanzerten Radfahrzeugen des Typs Piranha und Eagle sowie deren Bestandteilen unter anderem nach Deutschland, Dänemark, Brasilien, Spanien und Belgien im Wert von rund 215 Millionen Franken. Nach Grossbritannien wurden diverse Munitionsarten und Munitionsbestandteile, Handgranaten und Treibladungspulver im Wert von rund 65 Millionen Franken ausgeführt.

Keine Bewilligung mehr für Saudiarabien

Das Seco weist imZusammenhang mit Saudiarabien darauf hin, dass diese Ausfuhren bereits 2006 bewilligt wurden. Heute würde diese Bewilligung nicht mehr ausgesprochen, hat der Bundesrat doch im Frühling 2009 beschlossen, die Praxis gegenüber Ägypten, Pakistan und Saudiarabien zu ändern.

Erlaubt sind demnach nur noch Ausfuhren von Munition und Ersatzteilen für Waffen, deren Export bereits früher bewilligt wurde. Der Anteil der Kriegsmaterialausfuhren an den gesamten Exporten der Schweizer Wirtschaft betrug 0,39 Prozent.

Erstellt: 10.02.2010, 09:45 Uhr

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5 Kommentare

Adrian Feller

10.02.2010, 11:53 Uhr
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9 der 10 meistbelieferten Länder befinden sich seit Jahren im Krieg in Afghanistan. Dort kommen diese Schweizer Waffen zum Einsatz und fordern immer wieder zivilie Opfer. Deshalb sind diese Exporte höchst problematisch und sollten unterbunden werden. Antworten


Beat Keller

10.02.2010, 11:13 Uhr
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Unter den 5 Ländern ist einzig Saudiarabien problematisch. Da werden offenbar Aenderungen vorbereitet. Alle anderen sind demokratisch gewählte Europäer Antworten



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