Wirtschaft

Was bleibt von Villiger?

Aktualisiert am 07.05.2012 70 Kommentare

An der Generalversammlung der UBS hatte Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger seinen letzten Auftritt. Finanzexperten fällen ein überraschend einhelliges Urteil über dessen Amtsjahre.

1/4 Marianne Fassbind, Wirtschaftsredaktorin SF
«Kaspar Villiger hat die meisten Erwartungen nicht erfüllt. Er hat es nicht geschafft, in der UBS grosse Umwälzungen anzustossen, dies sieht man beispielsweise an den unwesentlich veränderten Lohnstrukturen. Die Abstimmung am Donnerstag über den Vergütungsbericht war dann auch eine Ohrfeige an die Adresse Villigers. 2009 hatten viele Beobachter noch gehofft, er werde ein Verbindungsglied zwischen Wirtschaft und Politik sein. Auch in diesem Sinne hat er bei der UBS keine nachhaltigen Spuren hinterlassen. Eines muss man ihm jedoch zugutehalten: In der damals enorm schwierigen Situation für die UBS war es ein starker Schritt, das Amt überhaupt zu übernehmen. Zudem zeigte er sich sehr bescheiden, was sein eigenes Salär betraf.»
Bild: Screenshot SF

   

In der Kritik: Kaspar Villiger. (Bild: Keystone )

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Der ehemalige FDP-Bundesrat Kaspar Villiger trat 2009 bei der UBS (UBSN 17.86 0.22%) ein grosses Amt an. Nach der Finanzkrise und den rechtlichen Auseinandersetzungen mit den USA im Steuerstreit sollte er als Verwaltungsratspräsident die Grossbank auf den rechten Weg zurückführen. Die Aufgaben des Duos Oswald Grübel/Kaspar Villiger waren klar verteilt. CEO Grübel war fürs Geschäft zuständig, Villiger sollte die UBS nach aussen und vor allem gegenüber der Politik vertreten.

Nach drei Jahren ziehen vier Wirtschaftsexperten für DerBund.ch/Newsnet Bilanz. Diese fällt durchgehend negativ aus. Villiger habe die «Erwartungen nicht erfüllt», die Enttäuschung sei gross. Die erwartete Brücke zwischen Wirtschaft und Politik habe er nicht schlagen können. Exemplarisch sagt Bruno Schletti, Wirtschaftsredaktor des Tages-Anzeigers: «Villiger hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, in ein paar Jahren wird bei der UBS niemand mehr von ihm sprechen.» (mpl)

Erstellt: 04.05.2012, 14:51 Uhr

70

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

70 Kommentare

samuel wehrli

04.05.2012, 15:37 Uhr
Melden 198 Empfehlung 0

Es bleibt nur der Name auf der Gehaltsliste übrig. Und nach zehn Jahren Aufbewahrungspflicht werden die Aufzeichnungen entsorgt. Sonst keinerlei Spuren und Nachhaltigkeit. Einzig ist anzumerken, dass Herr Villiger die Bankermentalität übernommen hat. Antworten


Roberto Koch

04.05.2012, 15:26 Uhr
Melden 197 Empfehlung 0

Villiger, so erinnert man sich, sagte bei seiner Wahl 2009: "Ich habe dieses Amt nicht gesucht!", und, "Ich werde mich mit vollem Elan für die UBS einzusetzen.". Das zweite hat er nicht getan, und zum ersten Statement hätte man schon damals den Kopf schütteln müssen. Fazit: Seine Anwesenheit bei der UBS hat der Bank mehr geschadet, als viele wahrhaben wollten. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Soll der Vaterschaftsurlaub gesetzlich vorgeschrieben werden?



Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Umfrage

Eine volle Rente soll nur noch erhalten, wer zu 80 Prozent invalid ist. Sind Sie mit dem Entscheid des Ständerats einverstanden?




DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Genusswelt

Entdecken Sie Weine, Spirituosen, Zigarren und vieles mehr!

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Alles für Abonnenten und Abonnentinnen

Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie

Online-Wettbewerb

Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.