Wirtschaft
UBS und CS in Korb 2
Aktualisiert am 02.11.2012 9 Kommentare
Die FSB-Liste der systemrelevanten Banken
Korb 5 (3,5 % zusätzliches Eigenkapital)
leer
Korb 4 (2,5 %)
Citigroup
Deutsche Bank
HSBC
JP Morgan Chase
Korb 3 (2 %)
Barclays
BNP Paribas
Korb 2 (1,5 %)
Bank of America
Bank of New York Mellon
Credit Suisse
Goldman Sachs
Mitsubishi UFJ FG
Morgan Stanley
Royal Bank of Scotland
UBS
Korb 1 (1 %)
Bank of China
BBVA
Groupe BPCE
Group Crédit Agricole
ING Bank
Mizuho FG
Nordea
Santander
Société Générale
Standard Chartered
State Street
Sumitomo Mitsui FG
Unicredit Group
Wells Fargo
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Der Finanzstabilitätsrat (FSB) hat am Donnerstagabend im Auftrag der G20-Staaten die aktualisierte Liste der systemrelevanten Banken veröffentlicht. Besonders gefährlich für das Finanzsystem sind demnach Citigroup, Deutsche Bank, (DBN 36.66 -2.28%) HSBC (HSBA 8.988 -1.14%) und J. P. Morgan Chase.
Der FSB machte erstmals öffentlich, in welche «Körbe» die Institute derzeit eingestuft werden. Grundlage der «Systemrelevanz» sind Kriterien wie Grösse und Vernetztheit im internationalen Finanzsystem. Danach teilen die Aufseher die Banken in vier Gruppen ein, die unterschiedlich hohe Kapitalpolster brauchen.
Höchste Kategorie ist nicht belegt
Die vier Banken in der zweithöchsten Kategorie (die allerhöchste ist nicht belegt) müssen von 2016 an einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent aufbauen. Barclays und BNP Paribas rangieren in der dritthöchsten Kategorie, in die vor einem Jahr offenbar auch noch die Deutsche Bank einsortiert worden war.
Reine Investmentbanken wie Goldman Sachs im zweiten Korb müssen nur 1,5 Prozent mehr Kapital aufbringen. Das gilt auch für die Schweizer Grossbanken UBS (UBSN 17.92 0.56%) und Credit Suisse, (CSGN 28.81 -1.50%) die aber jetzt schon höhere Kapitalforderungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) erfüllen müssen.
28 Banken global systemrelevant
Die Liste wird bis 2014 aktualisiert, die aktuelle Rangfolge basiert auf Daten von Ende 2011. Insgesamt stuft der FSB mit Sitz in Basel 28 Banken als global systemrelevant ein. Neu auf der Liste sind die spanische BBVA und die britische Standard Chartered.
Nicht mehr dazu zählt neben der britischen Lloyds Bank und der zerschlagenen belgisch-französischen Dexia die deutsche Commerzbank, die ihre Bilanzsumme und die Risiken stark reduziert hat. Letztere gilt aber als «national systemrelevant».
Als Lehre aus der Finanzkrise müssen alle Grossbanken in den kommenden Jahren ein Kapitalpolster von sieben Prozent ihrer Bilanzrisiken aufbauen, die systemrelevanten Banken noch mehr. Die Liste soll auch Thema beim G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs am Sonntag und Montag in Mexiko-Stadt sein. (mrs/cpm/sda)
Erstellt: 01.11.2012, 23:49 Uhr
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9 Kommentare
Das ist ja beruhigend, wenn unsere beiden Sorgenkinder UBS + CS jetzt schon ins Big-To-Fail-Körbli Nummer Vier runterbewertet wurden. Das Ziel muss jetzt sein, dass diese beiden nächstes Jahr gar nicht mehr auf dieser Liste auftauchen...
"National Systemrelevant" ist schon mehr als genug
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