Wirtschaft

UBS sponsert fünf neue Lehrstühle an der Uni Zürich

Aktualisiert am 20.04.2012 8 Kommentare

Die Grossbank startet zum 150-jährigen Jubiläum eine Bildungsinitiative. Auch die Universität Zürich kommt in den Genuss davon: Dort will die UBS ihr neues Prestigeprojekt ansiedeln.

Bekommt mit der UBS einen neuen Partner an ihre Seite: Die Universität Zürich.

Bekommt mit der UBS einen neuen Partner an ihre Seite: Die Universität Zürich.
Bild: Keystone

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Korrigendum

Die Lernplattform Explore-it ist nicht, wie fälschlicherweise Angegeben, eine Plattform der UBS. Es handelt sich um ein unabhängiges Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Pädagogischen Hochschulen der FHNW und der PHVS. Es ist seit August 2008 als gemeinnütziger Verein organisiert. Explore-it wird von Gönnern, unter anderem der UBS, unterstützt. Logos oder Werbung der UBS sind auf den Lernmaterialien von Explore-it nicht zu sehen.

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An der Uni Zürich soll ein neues Forschungszentrum unter der Leitung des Wirtschaftsprofessors Ernst Fehr entstehen. Dies teilen die UBS (UBSN 18 0.45%) und die Universität den Medien mit. Am UBS International Center of Economics in Society soll interdisziplinäre Forschung am Grenzbereich zwischen Wirtschaft und Gesellschaft betrieben werden. Eine Stiftung sowie ein wissenschaftlicher Beirat mit mehreren Nobelpreisträgern werden Aufbau und Betrieb des Zentrums begleiten.

Zusätzlich dazu stiftet die Bank am volkswirtschaftlichen Institut der Universität fünf Lehrstühle, die ab 2012 besetzt werden. Die geplanten Professuren sollen die makroökonomischen, finanzwirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen der Ökonomie sowie Aspekte der Unternehmens- und Managementlehre abdecken. Die Universität Zürich will damit «im globalen Wettbewerb mit den besten akademischen Institutionen noch besser konkurrieren können». Bereits heute geniesst die Wirtschaftsfakultät in Zürich international einen sehr guten Ruf.

Angebote für Lehrlinge, Rentner und Unternehmer

Das neu zu schaffende UBS International Center wird durch die Grossbank finanziert und als assoziiertes Institut der Universität Zürich geführt. Es handelt sich um eine Partnerschaft mit der Wirtschaft, wie sie im angelsächsischen Raum weiter verbreitet ist als in der Schweiz. Das Finanzierungsmodell des neuen Zentrums geht weiter als dasjenige des bereits bestehenden Instituts für Banking und Finance, dessen Budget gemäss einem Universitätssprecher teilweise durch private Beiträge gedeckt ist.

Um die Einschränkung der Forschungsfreiheit macht sich die Universität indes keine Sorgen. Die Besetzung der neuen Lehrstühle am Institut für Volkswirtschaft soll nach den üblichen universitären Regeln erfolgen: «Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu wahren, ist beiden Partnern sehr wichtig», wird Universitätsrektor Andreas Fischer in der Medienmitteilung zitiert. Dies gilt auch für die «Swiss Graduate School of Economics», die im Rahmen der Kooperation neu geschaffen wird. Die UBS wird an der Graduate School Doktorandenstellen finanzieren.

Für die UBS ist das Engagement Teil einer breit angelegten Bildungsoffensive, welche die Bank zu ihrem 150-jährigen Bestehen lanciert. Neben dem Forschungszentrum an der Uni Zürich will die Bank auch ihre Gönnerschaft an der Lernplattform Explore-it ausbauen, die gemäss eigenen Angaben bis zu 20'000 Schüler im Primarschulalter erreicht. Das Bildungsangebot umfasst Lehr- und Lernmaterialien zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen. Zusätzlich will die UBS zu ihren 900 Lehrstellen schweizweit 150 weitere Ausbildungsplätze schaffen. Auch für angehende Unternehmer, KMU in der Übergabephase und Personen über fünfzig Jahre will sich die UBS anlässlich ihres Jubiläums engagieren. (ssc)

Erstellt: 19.04.2012, 10:19 Uhr

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8 Kommentare

Linus Huber

19.04.2012, 10:51 Uhr
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Wenn mindestens einer der Lehrstühle aufgrund des zu grossen Risikos für die Schweiz, die Aufsplitterung der UBS als notwendig vertritt, glaube ich erst an wirkliche Unabhängigkeit. Ansonsten wird wohl das gelehrt, was die Grossbanken gerechtfertigt. Antworten


Samuel Pfister

19.04.2012, 10:23 Uhr
Melden 28 Empfehlung 0

Das ist doch mal gescheiter als das ganze Geld in Boni und Abfindungen zu "investieren" ;) Antworten



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