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UBS macht Ernst mit dem Abbau des Investmentbanking
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Die UBS (UBSN 17.82 1.65%) steht laut US-Medienberichten kurz davor, im Investmentbanking Hunderte von Stellen zu streichen. Gemäss «Financial Times» werden in der Investmentbank und unterstützenden Funktionen sogar Tausende ihren Job verlieren. Das «Wall Street Journal» schreibt, dass bereits heute erste Kündigungen ausgesprochen werden sollen. Beide Zeitungen berufen sich auf «Personen, die nahe am Geschehen sind». Führende Manager der Bank hätten am Dienstag in New York Details der anstehenden Entlassungsrunde ausgearbeitet.
Die UBS wollte am Mittwoch die Zeitungsberichte weder bestätigen noch dementieren. Am kommenden Dienstag wird die UBS in Zürich das Ergebnis des dritten Quartals vorstellen. Einer der Informanten des WSJ hält es für «sehr wahrscheinlich», dass die UBS-Führung dann auch Zahlen zu den geplanten Entlassungen bekannt gibt. Der Zeitung zufolge soll der Stellenabbau den Handel mit festverzinslichen Papieren, den Aktienhandel und die Geldbeschaffung für Grossunternehmen gleichermassen betreffen.
Konsequenter Schritt
Der Stellenabbau wäre lediglich die konsequente Umsetzung der Ankündigungen Sergio Ermottis, das skandalträchtige und wenig rentable Investmentbanking zurückzufahren. Zurzeit steht in London der Investmentbanking-Trader Kweku Adoboli vor Gericht, der der UBS einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar einhandelte. Im Juli bescherte der Börsengang von Facebook den Investmentbankern einen Verlust von 349 Millionen Franken. Auch den Beinahekollaps der Grossbank im Jahr 2008 hatte die IB-Sparte verursacht.
Von Marcel Ospels Ziel, die UBS zu einer der grössten und profitabelsten Investmentbanken der Welt zu machen, hat sich die UBS nach dem Beinahekollaps und der Rettung durch die Schweizer Steuerzahler sukzessive verabschiedet. Die einst 24'000 Angestellten der Investmentbank waren bis Mitte 2012 bereits auf 16'432 zusammengeschrumpft. Bankexperten rieten der UBS wiederholt zur kompletten Abspaltung des Investmentbanking, dessen Verluste immer wieder vom profitableren Wealth Management ausgeglichen werden mussten.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 24.10.2012, 11:39 Uhr
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