Wirtschaft

UBS lüftet Bankgeheimnis – mit Okay des Bundes

Aktualisiert am 19.02.2009 459 Kommentare

Der Steuerstreit mit den USA ist beendet: Die UBS zahlt 913 Millionen Franken an die Justiz und ist auch bereit, den US-Behörden Kundendaten auszuhändigen. Das ist für die Schweiz beispiellos.

Steuerstreit mit den USA: Die Grossbank schweigt.

Steuerstreit mit den USA: Die Grossbank schweigt.

Die Schweizer Grossbank hat sich im Steuerstreit mit den US-Justizbehörden in einem Vergleich auf die Zahlung von 780 Millionen Dollar (umgerechnet 913 Millionen Franken) geeinigt. Ausserdem erklärte sich die UBS in einem für die Schweiz beispiellosen Schritt bereit, den Ermittlungsbehörden in den USA Daten amerikanischer eigenen Kunden zu liefern.

Zuvor hatte bereits die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» berichtet, die UBS liefere der US-Justiz Daten von 250 amerikanischen Bankkunden.

Die Schweizer Grossbank räumt ein, dass sie «US-Steuerzahlern dabei geholfen hat, Bankkonten vor dem Fiskus (Internal Revenue Services, IRS) zu verstecken.»

Die UBS ist laut Communiqué bereit, den USA «sofort die Identität und Kontoangaben von gewissen ihrer amerikanischen Klienten zu liefern.» Die UBS muss gemäss der Vereinbarung ausserdem «so schnell wie möglich» ihre Dienstleistungen für Kunden mit nicht deklarierten Bankkonten einstellen.

Steuerstreit mit den USA

Die Steueraffäre in den USA ist eines der grössten Problemfelder der UBS. Die Grossbank wird beschuldigt, rund 20'000 Kunden in den USA bei der Steuerhinterziehung von rund 20 Milliarden Dollar geholfen zu haben. Konzernchef Marcel Rohner hatte kürzlich bei der Bilanzpressekonferenz nur darauf hingewiesen, dass die UBS nach wie vor eng mit den Behörden der USA und der Schweiz zusammenarbeite.

Im Finanzbericht für das vierte Quartal 2008 wurde die Fussnote über Rechtsstreitigkeiten mit der Anklageerhebung in Florida gegen den suspendierten Chef des weltweiten Vermögensverwaltungsgeschäfts, Raoul Weil, ergänzt. Wie schon in früheren Quartalsberichten wurden weitere Verfahren erwähnt. (bru/ap/sda)

Erstellt: 19.02.2009, 06:12 Uhr

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459 Kommentare

Ted Schwaninger

20.02.2009, 11:14 Uhr
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In der Weltpresse ist man sich einig. Jeder informierte zukünftige und bestehende Kunde wird sich fragen müssen, mit wem er in Zukunft geschäftet. Die Folgen werden gravierend sein, auch für die Gegner der Banken. Doch zur Zeit sitzen die grössten Gegner in der Teppichetage: Zuerst die Boni, welche die schweizer Kunden vertreiben, dann der Verrat, für die ausländischen Kunden. Antworten


Kurt Zerzawy

20.02.2009, 10:19 Uhr
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Ist ja toll. Die Regierung verschenkt 60 Milliarden ihre Freunde in der UBS und dann sorgt sie dafür, dass wir später noch für die armen Amerikanischen Opfer nochmals ein paar hundert Milliarden hinblättern können. Antworten



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