Wirtschaft

UBS kürzt Gelder fürs Kultur-Sponsoring

Von Cornalia Krause. Aktualisiert am 17.04.2009 7 Kommentare

Das Schweizer Fotomuseum in Winterthur musste als erste Institution Kürzungen hinnehmen. Weitere Streichkandidaten will die UBS noch nicht nennen.

Von der UBS gesponsort: Ballett-Aufführung im Zürcher Opernhaus.

Von der UBS gesponsort: Ballett-Aufführung im Zürcher Opernhaus.
Bild: Keystone

Das Kultursponsoring der UBS war an der gestrigen Generalversammlung unübersehbar: Mit grossen Plakaten bewarb die Bank eine von ihr unterstützte Van-Gogh-Ausstellung in Basel. Mit derartigen Engagements dürfte es bald vorbei sein. An der gleichen Veranstaltung kündigte Konzernchef Oswald Grübel «erhebliche Kürzungen» auch beim Sponsoring an.

Die UBS unterstützte bisher in der Schweiz und weltweit zahlreiche Sport- und Kulturveranstaltungen. Sie ist Hauptsponsorin der Art Basel und greift unter anderem dem Film festival Locarno, dem Zür cher Opernhaus und dem Jazz Festival Montreux unter die Arme.

Rückzug vor allem bei den Kleinen?

Welche Sponsoringprojekte auf der Kippe stehen, will die UBS nicht sagen. Bei auslaufenden Verträgen und möglichen Verlängerungen werde aber «ganz klar die Frage nach den Kosten gestellt», sagte Sprecherin Rebeca Garcia.

Erste Einsparungen nahm die UBS schon vergangenes Jahr vor. Nachdem die Grossbank mehrere Jahre einzelne Ausstellungen im Fotomuseum Winterthur unterstützt hatte, kündigte sie 2008 das Ende ihres Engagements an. Diesen Oktober ist das letzte gemeinsame Projekt geplant, danach soll Schluss sein. «Wir sind auf der Suche nach neuen Sponsoren», sagt Museums- Sprecherin Mari Serrano.

Der Fall deutet darauf hin, dass sich die UBS zuerst aus kleineren, weniger prestigeträchtigen Projekten zurückziehen könnte. Weiter in der Gunst der Bank steht dagegen die auf ein internationales Publikum ausgerichtete Messe Art Basel. Sie bekam 2008 trotz Milliardenverlusten der UBS einen mehrjährigen Sponsoringvertrag. (NEWS)

Erstellt: 17.04.2009, 10:12 Uhr

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7 Kommentare

Tom Kuhn

17.04.2009, 11:03 Uhr
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Jetzt sehen die Kritiker, dass UBS auch Kultur fördert. Und wieder gibts Kritik. Für mich ist es völlig nachvollziehbar, wenn die UBS auf die Kostenbremse tritt. Solange Verluste geschrieben werden, darf die Bank sich nicht grosszügig zeigen. Schliesslich erhalten die Aktionäre kein Geld und Mitarbeiter werden en mass entlassen. Endlich wird realistisch gedacht und richtig gespart. Weiter so!! Antworten


Thomas Müller

17.04.2009, 11:14 Uhr
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Es ist nicht primäre Aufgabe einer Bank, Sponsoring zu betreiben. Besonders kamen die meisten Sponsoringgelder der UBS Anlässen bzw. Interessen von gut bis sehr gut Verdienenden Leuten zu gute, was verständlich ist: Anlocken der Kundenbindung für Reiche. Diese Leute sollen nun mehr für bezahlen für Tickets oder es wird weniger Anlässe geben. Angebot und Nachfrage, keine Krokodilstränen, bitte ! Antworten



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