UBS: Martin Liechti bezieht weiter Lohn
Aktualisiert am 05.04.2009 12 Kommentare
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Martin Liechti bezieht weiter Lohn von der UBS, wie der «Sonntag» heute meldet. Dies, obwohl die UBS letzte Woche verlauten liess, sie hätte sich von Liechti «getrennt». Gegenüber der Zeitung bestätigte Banksprecher Serge Steiner jetzt: «Es gibt keine Kündigung.»
Im Herbst musste Liechti vor dem amerikanischen Kongress aussagen. Er machte jedoch von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch und schwieg. Dem amerikanischen Staatsanwalt sagte er später, er habe ausgeführt, was ihm von der Bankführung aufgetragen worden sei, nämlich das Geschäft mit reichen Amerikanern von der Schweiz aus auszubauen. Die USA stellten daraufhin Liechtis Chef Raoul Weil unter Anklage.
Liechti soll die Bank nicht verraten
Laut Einschätzung des «Sonntag» ist genau das der Grund, wieso Liechti zwar seines Büros verwiesen, nicht aber entlassen worden ist: Die USA würden nicht tolerieren, dass Liechti gekündigt wird, denn in ihren Augen ist er ein sogenannter Whistleblower. Also einer, der vor Gericht gegen sein Unternehmen aussagte.
Noch dazu habe die Bank mit der Kündigung von Bradley Birkenfeld schlechte Erfahrungen gemacht. Der frühere Mitarbeiter des Amerika-Desks sei zu den amerikanischen Strafbehörden gegangen, nachdem die UBS ihm statt der verlangten zwei Millionen nur eine Million Abgangsentschädigung gezahlt habe. Diesen Fehler wolle man mit Liechti vermeiden. «Gegenwärtig werden die Trennungsmodalitäten festgelegt», wird Sprecher Steiner im Blatt zitiert.
Erstellt: 05.04.2009, 08:49 Uhr
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