Wirtschaft

Toyotas Verschlimmbesserungen

Aktualisiert am 03.03.2010 19 Kommentare

Mittlerweile sind zahlreiche Toyota-Modelle in den USA wegen der gefährlichen Probleme beim Beschleunigen in Werkstätten gewesen. Offenbar nicht immer mit Erfolg.

Im Visier der Öffentlichkeit: Reparatur eines zurückgerufenen Toyota Camry bei einem Händler in Palatine, Illinois.

Im Visier der Öffentlichkeit: Reparatur eines zurückgerufenen Toyota Camry bei einem Händler in Palatine, Illinois.
Bild: Keystone

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Mehrere Besitzer von Toyota-Modellen haben sich bereits beschwert, dass ihre Autos noch immer unkontrolliert beschleunigen – trotz einer Reparatur, die nach dem Rückruf von einem Vertragshändler durchgeführt wurde. Wie die Zeitung «Los Angeles Times» und der amerikanische TV-Sender CBS auf ihren Webseiten berichten, hat die zuständige Behörde, die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), bereits sieben Beschwerden registriert.

In einem Bericht heisst es laut der Zeitung, dass der Fahrer eines Camry-Modells, das am 12. Februar in Michigan repariert wurde, fünf Tage später fast einen schweren Unfall verursacht hätte. «Wäre der Vorfall eine Minute früher passiert, wäre ich in einer Zone mit Autos und Fussgängern gelandet», schrieb der anonyme Kunde, «ich hätte einen Unfall nicht vermeiden können.»

Elektronik im Visier der Ermittler

Obwohl diese Fälle noch nicht genauer überprüft wurden, sorgen sich Fachleute bereits, dass Toyota ( 76.8 -0.52%) die Probleme mit den Pedalen, die laut Medienberichten mindestens 34 Todesopfer gefordert hatten, nicht ernst genug nehmen könnte. Bereits kursieren Vermutungen, dass die gefährliche Beschleunigung nicht allein auf eine mechanische Ursache – etwa bei der Gestaltung der Gaspedale – zurückzuführen sei.

Stattdessen könnte der Fehler auch bei der elektronischen Steuerung der Drosselklappe liegen, wie die «Los Angeles Times» schreibt. Die NHTSA habe bereits mitgeteilt, dass sie die Elektronik bei Toyota überprüfen werde – mit Blick auf die Frage, ob die Probleme vielleicht dort herrühren. Und auch Toyota selbst hat laut dem Bericht eine Studie zu diesem Thema beauftragt.

Noch keine abschliessende Bewertung

«Es bestehen mittlerweile Zweifel daran, dass die Lösungen von Toyota das Problem der unbeabsichtigten Beschleunigung wirklich lösen», zitiert die Zeitung den Analysten Aaran Bragman, der seit Jahren als Fachmann für die Automobilindustrie tätig ist. Gleichwohl rät er zur Zurückhaltung, bis die Resultate der Untersuchungen vorliegen. Erst dann, so Bragman, sollten endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden. (raa)

Erstellt: 03.03.2010, 21:25 Uhr

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19 Kommentare

Peter Meier

03.03.2010, 19:06 Uhr
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Achtung! Toyotas sind mit dem Schweinegrippe infiziert. Neusten Meldungen zufolge kann das Virus bei den Nachbesserungsarbeiten zur Vogelgrippe mutieren... Also am besten Auto verkaufen und Velo fahren. Es spielt keine Rolle welche Marke. Heute sind dank kurzer Time to Market alle Hersteller gleich schlecht. Die Kunden sind immer noch die billigsten und besten Tester! Antworten


kuno germann

03.03.2010, 17:49 Uhr
Melden

Interessant. Die kürzlichen Rückrufe von GM wurden so im Vorbeigehen auf einem Nebengeleise diskutiert. Da scheint mir schon was faul. Wobei ich denke, dass Toyota insgesamt die qualitativ besseren Autos als GM baut! - Uebrigens ich fahre Renault und nicht Toyota. Insgesamt scheint es aber auch, dass die Elektronik samt Software den Herstellern entgleitet (Entwicklung wird ausgelagert). Antworten



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