Swissquote weiss nicht wohin mit dem Geld
Aktualisiert am 20.02.2010 2 Kommentare
Magerer Börsenhandel, tiefe Zinsen: Swissquote mit weniger Gewinn. (Bild: Keystone)
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Im Jahr 2007 blieben Swissquote (SQN 26.25 -2.60%) mit noch weniger Kunden unter dem Strich 47,5 Millionen Franken übrig. Auch im Jahr darauf wäre der Gewinn ähnlich hoch ausgefallen, wenn nicht ein Abschreiber auf Papiere der Pleite gegangenen Bank Lehman Brothers das Ergebnis verhagelt hätte.
Der Grund für den tieferen Gewinn im vergangenen Jahr liegt im Zinsgeschäft: Der Ertrag sank hier im Vergleich zu 2008 um fast 70 Prozent, wie die börsenkotierte Bank am Freitag mitteilte. «Wir haben Mühe, unsere Bilanz im Markt zu platzieren», kommentierte Swissquote-Chef Marc Bürki.
Für das Geld, das auf den Konten ihrer Kunden liegt, findet Swissquote wegen der tiefen Zinsen also derzeit kaum geeignete Anlagemöglichkeiten. Aber auch die Haupteinnahmequelle Kommissionen und Gebühren auf Handelsgeschäften sprudelt nicht mehr so ergiebig.
Zwar stiegen die Erträge daraus 2009 noch ganz leicht an, der Anstieg der Kundenzahl um 19 Prozent und der Neugeldzufluss von netto 1,38 Milliarden Franken liessen aber einen grösseren Anstieg vermuten. Jedoch hielten sich die Swissquote-Kunden mit dem Handeln an der Börse zurück.
Für die Kunden sei das Aussitzen der Börsenkrise zwar offensichtlich die richtige Strategie gewesen, wie der Anstieg der Kundenvermögen um 45 Prozent zeige, sagte Bürki. Swissquote dagegen habe unter der Zurückhaltung der Kunden gelitten.
Wachstumskurs wird fortgesetzt
Während der Ertrag aus den Kommissionen aus dem Fremdwährungshandel stark stieg, sank der Gesamtertrag der Online- Bank um 11,7 Prozent auf 98,6 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis lag mit 41,8 Millionen Franken gar um 26,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
In den nächsten Monaten will Swissquote ihre Wachstumsstrategie fortsetzen: So sollen bis in drei Jahren 200'000 Kleinanleger Wertschriftendepots bei ihr haben. Heute sind es rund 135'000 und täglich kommen 100 neue dazu.
Wachstumspotenzial sieht Swissquote aber auch bei den etwas anspruchsvolleren Kunden, die zwar ihre Anlageentscheide selbst fällen wollen, die aber keine Lust und Zeit haben, sich intensiv mit den Finanzmärkten zu befassen. Für sie hat Swissquote einen elektronischen Anlageberater entwickelt, den sie im Laufe dieses Jahr lancieren will.
Und auch mit Sparguthaben, auf die sie einen im Konkurrenzvergleich hohen Zins bezahlt, könnte Swissquote weiter wachsen. Da das zur Bank strömende Geld von Swissquote aber wieder auf den Finanzmärkten platziert werden müsse, halte man sich mit Werbung für die Sparkonten zurück, sagte Bürki. (bru/sda)
Erstellt: 20.02.2010, 07:36 Uhr
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2 Kommentare
Tolle Bank, tolles Ergebnis! Macht weiter so!!! Kenne viele Onlineplattformen aber die von der Swissquote ist mit Abstand die professionellste! Ich finde es unerklärlich, dass die Aktie von Swissquote trotz solchen jährlich Wachstumszahlen nicht kräftig steigt! Antworten
So umwerfend gut ist die Swissquote leider nicht. Ich habe mir mehr davon versprochen, vor allem hinsichtlich Unterhaltsarbeiten, die nicht in die Wochentage, sondern ins Wochende oder die Nacht gehören inklusive Pannen und Unzuverlässigkeiten, die damit verbunden sind. Antworten
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