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Solarexperte nicht im BKW-Verwaltungsrat
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Die Aktionäre des Energiekonzerns BKW haben den heutigen Direktionspräsidenten Kurt Rohrbach und den Chef der Huttwiler Elektrovelo-Firma Biketec, Kurt Schär, in den Verwaltungsrat gewählt. Sie stellten damit personelle Weichen für die neue BKW-Strategie.
Rohrbach soll im BKW-Verwaltungsrat als neuer hauptamtlicher Vizepräsident die nötigen organisatorischen Massnahmen treffen, damit der bernische Energiekonzern seine neue Strategie «BKW 2030» umsetzen kann. Sie setzt voll auf erneuerbare Energien, wobei die BKW das AKW Mühleberg noch bis 2022 nutzen möchten.
Von Schärs Wissen im Bereich moderne Stromanwendungen und dezentrale Produktion erhofft sich der Verwaltungsrat neue Impulse. Verwaltungsratspräsident Urs Gasche sagte am Freitag in Bern an der Generalversammlung der Aktionäre, Schär sei die «ideale Verkörperung» der neuen BKW-Strategie.
Muntwyler nicht gewählt
Der BKW-Verwaltungsrat wächst damit auf zwölf Personen an. Die Statuten würden eine dreizehnte Person zulassen, doch lehnten die Aktionäre den Vorschlag einer Aktionärsgruppe klar ab, auch den früheren Solarunternehmer Urs Muntwyler ins Aufsichtsorgan zu wählen. Muntwyler ist heute Professor an der Berner Fachhochschule.
Rohrbach wird nun in einer Übergangszeit eine Doppelrolle als CEO und VR-Vizepräsident ausüben. Gasche geht davon aus, dass spätestens Ende Jahr Rohrbachs Nachfolger als Konzernleiter gefunden ist. Der BKW-Verwaltungsrat hat auch eine Vizepräsidentin: Es ist Antoinette Hunziker.
Die Aktionäre genehmigten die Ausschüttung einer Dividende von einem Franken pro Aktie (Vorjahr: 2.50) und entlasteten den Verwaltungsrat.
In seiner Präsidialansprache drückte Gasche die Zuversicht aus, dass es der BKW gelingen werde, die Energiewende erfolgreich zu bewältigen. Dank der neuen Strategie sei das Unternehmen bereit für die Zukunft.
Ruhige Atmosphäre
Die BKW-GV in einer Halle des BEA-Geländes dauerte zwar auch drei Stunden lang wie letztes Jahr, als kurz zuvor in Japan ein Tsunami eine Atomkatastrophe ausgelöst hatte. Und wie im vergangenen Jahr empfingen auch heuer Anti-AKW-Aktivisten die Aktionärinnen und Aktionäre mit Fahnen und Transparenten.
Diese Aktion und auch die Versammlung verliefen aber in einem weniger spannungsgeladenen Rahmen und absolut ruhig. Auch am Freitag waren aber rund um den Versammlungssaal viele Sicherheitsleute und Polizisten zu sehen. (bs/sda)
Erstellt: 11.05.2012, 13:32 Uhr
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