Schmolz & Bickenbach mit Umsatzeinbruch und Verlust

Aktualisiert am 29.04.2010

Der Stahlkonzern Schmolz & Bickenbach ist im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht.

Schwieriges Geschäft: Stahlschmelze.

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Unter dem Strich blieb ein Verlust von 276 Millionen Euro. Der Umsatz hat sich auf 2,052 Milliarden Euro halbiert. Auf operativer Ebene (EBITDA) betrug der Verlust 181,1 Millionen Euro nach einem Gewinn von fast 234 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Ergebnis hat das Schmolz&Bickenbach die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Auf die Ausschüttung einer Dividende wird verzichtet. Im Vorjahr hatten die Aktionäre noch 50 Rappen pro Titel erhalten. Schmolz & Bickenbach sei von der Krise hart getroffen worden, heisst es in der Mitteilung. Vor allem die Lagerreduktion der Kunden hätten zu weniger Umsatz geführt. Anfang Jahr hatte das Unternehmen wegen länger dauernden Verhandlungen zur Finanzierung die Publikation des Geschäftsabschlusses verschoben.

Beteiligung verkaufen

Für das laufende Jahr 2010 geht der Konzern aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und der aktuellen Auftragslage von einem «deutlich positiven operativen Ergebnis» aus. Auch konnte die Kurzarbeit seit Februar in den meisten Bereichen ausgesetzt werden.

Weiter teilte Schmolz & Bickenbach mit, die Beteiligung von 35 Prozent an der Stahl Gerlafingen AG zu verkaufen. AFV Acciaierie Beltrame als Hauptaktionär verfolge das Ziel einer konsequenten Integration ihrer Werke in den Gruppenverbund; deshalb sei man mit Beltrame übereingekommen, die im Verkaufsvertrag von 2006 vorgesehene Call/Put-Option frühzeitig auszulösen. (sam/sda)

Erstellt: 29.04.2010, 07:38 Uhr

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