Wirtschaft
Schindler überrascht mit Gewinn
Dank Sparmassnahmen im Plus: Schindler. (Bild: Keystone)
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Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler (SCHN 131 0.61%) hat sich 2009 der Krise auf vielen Immobilienmärkten widersetzt. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs steigerte der Konzern den Reingewinn um 3 Prozent auf rekordhohe 653 Millionen Franken.
Die Konzernführung habe frühzeitig Massnahmen gegen die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs eingeleitet, teilte Schindler am Donnerstag mit. So baute der Weltkonzern mit Sitz in Ebikon LU Stellen ab und führte Kurzarbeit ein. Total nahm die Zahl der Stellen um 1626 auf 43'437 ab.
Knapp zehn Prozent weniger Umsatz
Die Dividende soll dagegen unverändert 2 Franken pro Aktie betragen. Für die Restrukturierung und für Sonderabschreibungen verbuchte Schindler 44 Millionen Franken nach Steuern. Beim Konzernumsatz resultierte eine Abnahme um 9,5 Prozent auf 12,691 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrug der Rückgang 5,9 Prozent.
Im Kerngeschäft mit Liften und Rolltreppen sank der Umsatz um 5,5 Prozent auf 8,281 Milliarden Franken. Der Auftragseingang nahm um 9,1 Prozent auf 8,418 Milliarden Franken ab. Vom Rückgang betroffen war vor allem das Neuanlagengeschäft in den USA, in Spanien, Grossbritannien, Australien und einigen osteuropäischen Märkten.
Vorsichtige Prognose
Der Betriebsgewinn (EBIT) der Sparte stieg dagegen um 7,5 Prozent auf 962 Millionen Franken. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 10,2 auf 11,6 Prozent. Zum Jahresende zeigten sich wieder Aufwärtstendenzen: Im vierten Quartal nahm der Auftragseingang um 7 Prozent zu.
Für 2010 zeigt sich Schindler vorsichtig und macht keine Umsatzprognose. Hingegen stellt das Unternehmen weitere Restrukturierungskosten von etwa 60 Millionen Franken und einen leicht rückläufigen Konzerngewinn in Aussicht. (oku/sda)
Erstellt: 18.02.2010, 08:29 Uhr
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