SBB-Grossauftrag: Bombardier kann loslegen
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Das Verfahren sei «korrekt und transparent» gewesen, sagte ein Siemens-Sprecher auf Anfrage gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Siemens (SIN 68.14 -0.64%) Schweiz rekurriert damit nicht beim Bundesverwaltungsgericht gegen die Vergabe des grössten Auftrags in der Geschichte der SBB.
Siemens habe selber ein «technisch sehr gutes Angebot» gemacht und sei dabei preislich «an die Schmerzgrenze» gegangen. Der Vergabe-Entscheid zugunsten von Bombardier sei «nachvollziehbar». So sehe Siemens keine Chance mehr für eine erfolgreiche Anfechtung, sagte der Sprecher weiter. Die Beschwerdefrist läuft am 4. Juni ab.
Klarer Entscheid
Es geht um 59 Doppelstockzüge für 1,9 Milliarden Franken - der grösste Auftrag der SBB-Geschichte. Die SBB vergab diesen vor Auffahrt an den kanadischen Konzern Bombardier. Dritte Bewerberin war Stadler Rail von SVP-Nationalrat Peter Spuhler gewesen; sie hatte am vergangenen Donnerstag den Verzicht auf einen Rekurs bekannt gegeben.
Der Entscheid war laut SBB klar ausgefallen. Zwar haben auch Stadler und Siemens Angebote auf gutem Niveau gemacht, doch Bombardier habe sowohl beim Komfort für die Kunden als auch der Wirtschaftlichkeit am besten abgeschnitten. Deren Züge kosten die SBB 1,9 Mrd. Franken statt der budgetierten 2,1 Milliarden. (cpm/sda)
Erstellt: 01.06.2010, 16:02 Uhr
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