SBB verbannen Abfallkübel aus S-Bahnen

38’000 Tonnen Abfall entsorgen die SBB jedes Jahr. Während an den Bahnhöfen Recycling-Stationen gebaut werden, entfernt das Unternehmen die Kübel aus den Zugabteilen.

Kübel weg, dafür mehr Beinfreiheit: Der Abfall nach einem Fussballspiel. (10. Oktober 2013)

Kübel weg, dafür mehr Beinfreiheit: Der Abfall nach einem Fussballspiel. (10. Oktober 2013) Bild: Martial Trezzini/Keystone

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Für einige Pendler ist es bereits Alltag: In den Abteilen finden sie keine Abfallkübel mehr vor, sondern nur noch im Eingangsbereich. In den Abteilen der neusten Generation S-Bahn-Züge der Firma Stadler aus dem Jahr 2011 sind gar keine Abfallkübel mehr eingebaut. Und dieses Prinzip wird nun auf die ganze S-Bahn Zürich übertragen, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet.

Derzeit werden die Kübel in den Abteilen aus allen Zügen der Zürcher S-Bahn ausgebaut. Gemäss SBB-Sprecher Reto Schärli erhielten die Kunden mit der Massnahme mehr Beinfreiheit. Die Kübel hätten sowieso kaum Platz für Abfall geboten, schreiben die SBB in ihrem eigenen Blog. Auf die Verunreinigung habe der Abbau keinen Einfluss, wird Sprecher Schärli zitiert. In der ersten Klasse würden die Kübel in den Abteilen allerdings erhalten bleiben, so die Zeitung.

Mehr Recycling-Stationen

Zudem bleiben in den Eingangsbereichen der Züge Entsorgungsstellen bestehen. Man habe bereits gute Erfahrungen mit den neusten Zügen der S-Bahn Zürich gemacht. Zurzeit werde geprüft, ob die Kübel auch in den anderen Regionalzügen der Schweiz ausgebaut werden sollen. Diese Massnahme sei aber noch nicht finanziert, und konkrete Pläne gebe es noch nicht, sagte Schärli der Zeitung.

Bis Ende Jahr rüsten die SBB insgesamt 25 Bahnhöfe mit Recycling-Stationen aus, bei denen die Abfälle nach Papier, Alu, PET und Abfall getrennt eingeworfen werden können. Die Trennquote dürfte in den neun grössten Bahnhöfen Ende Jahr etwa 45 Prozent betragen, schreibt die «Schweiz am Sonntag». Insgesamt entsorgen die SBB jedes Jahr etwa 38’000 Tonnen Abfall, darunter 31’000 Tonnen Kehricht und 6100 Tonnen Papier. (foa)

Erstellt: 27.11.2016, 08:01 Uhr

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