Wirtschaft

SBB prüft Abteile für Luxus-Passagiere

Aktualisiert am 07.06.2009

Nach einer Lounge im Hauptbahnhof Zürich und bedienten Plätze auf der Gotthard-Strecke für die 1.-Klasse-Passagiere, macht sich die SBB nun auch Gedanken über Premium-Abteile.

Die Premium-Abteile stellten lediglich eine Option dar, sagte SBB-Sprecher Daniele Pallecchi zu einem Bericht des «SonntagsBlicks». Man wolle in Erfahrung bringen, welche Vorschläge gemacht werden. Das Ganze diene auch dazu, sich Gedanken zu machen, wie die Züge im Jahre 2040 aussehen könnten. Die Anbieter der 59 neuen Doppelstockzüge müssen entsprechende Vorschläge unterbreiten.

Erfahrungen anderer Bahngesellschaften hätten gezeigt, dass eine Nachfrage nach etwas teueren Sitzplätzen mit grossem Konfort vorhanden sei, sagte der SBB-Sprecher weiter. Weil es mit den Doppelstockzügen viel mehr Platz gebe, schränkten allfällige Premium-Sitze die Platzzahl der anderen Klassen nicht ein.

Hohe Ansprüche für neue Züge

Die SBB will bis 2013 59 neue Doppelstockzüge im Wert von 2,1 Milliarden Franken in Betrieb nehmen. Die Eingabefrist für die Offerten läuft am 15. September ab. An diese neuen Züge stellen die SBB hohe Anforderungen.

So müssen Türen und Treppen für hohe Passagierwechselkapazitäten ausgelegt sein. Die Züge müssen bis zu 200 km/h schnell und gleichzeitig mit einem hohen Beschleunigungs- und Bremsvermögen ausgerüstet sein. Die einzelnen Züge müssen weiter zu bis zu 400 Meter langen Kompositionen zusammengehängt werden können. (vin/sda)

Erstellt: 07.06.2009, 15:56 Uhr

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