Roche steigert Gewinn trotz Frankenstärke
Aktualisiert am 01.02.2012 2 Kommentare
Artikel zum Thema
- Roche-Krebsmedikament Erivedge erhält US-Zulassung
- Illumina lässt Roche zappeln
- Tamiflu: Neue Kritik an Roche
- Roche investiert in die Produktentwicklung
- Rochade in der Konzernleitung von Roche
- Novartis und Roche zahlen mehr Lohn
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der Umsatz von Roche (ROG 152.4 0.26%) ging im letzten Jahr um 10 Prozent auf 42,5 Milliarden Franken zurück. Dennoch gelang den Baslern ein Gewinnwachstum von 7 Prozent. Mit konstanten Wechselkursen gerechnet, hat Roche gar einen 26 Prozent höheren Konzerngewinn erzielt. An der Börse notierte Roche (-1,5 Prozent) nach Bekanntgabe der Jahreszahlen als einziger Wert nebst Schindler (-0,1 Prozent) im Minus.
Dieses Ergebnis sei vor allem aufgrund des guten operativen Ergebnisses, geringerer Finanzierungskosten sowie einer niedrigeren Steuerquote möglich gewesen, teilte das Unternehmen heute mit. Beim ausgewiesenen Umsatz musste der Pharmakonzern jedoch dem starken Franken Tribut zollen. Er ging um 10 Prozent zurück auf 42,5 Milliarden Franken. Mit konstanten Wechselkursen gerechnet, setzte Roche dagegen 1 Prozent mehr um.
Die Aufwertung des Schweizer Frankens habe sich zwar auf das Konzernergebnis deutlich negativ ausgewirkt. Das Währungsrisiko werde jedoch dadurch stark reduziert, dass die Kosten des Konzerns grösstenteils – etwa zu 80 Prozent – ausserhalb der Schweiz anfallen, hiess es. Der Konzernumsatz wird von Roche insgesamt als solide bezeichnet. Der erwartete Rückgang bei Tamiflu und Avastin sowie die Auswirkungen von Gesundheitsreformen, Sparmassnahmen und Preiskürzungen hätten ausgeglichen werden können.
Rückgänge bei Kassenschlagern – Aktie unter Druck
Die Verkäufe in der Divison Pharma (ohne Tamiflu) gingen um 12 Prozent auf insgesamt 32,8 Milliarden Franken zurück. Zu konstanten Wechselkursen blieben sie auf Vorjahresniveau. Der Umsatz in der Division Diagnostics fiel um 7 Prozent auf 9,7 Milliarden Franken. Ohne Währungseinflüsse stünde ein Plus von 6 Prozent in der Roche-Erfolgsrechnung.
Für 2012 erwartet Roche einen Anstieg der Konzernverkäufe im unteren bis mittleren einstelligen Bereich. Für den Kerngewinn strebt das Unternehmen ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich an.
Die Anleger bewerteten das Jahresergebnis und die Aussichten offenbar kritischer als die Konzernleitung. Die Roche-Genussscheine büssten bis 9.55 Uhr 1,7 Prozent an Wert ein. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss-Market-Index (SMI), legte derweil um 0,8 Prozent zu. Gemäss Händlern dürfte weiter der unfreundliche Übernahmeversuch für das US-amerikanische Diagnoseunternehmen Illumina wirken.
Diagnostiksparte soll wachsen
Um seine Diagnostiksparte zu stärken, hat der Basler Konzern letzten Mittwoch bekannt gegeben, dass er für 5,7 Milliarden Dollar den US-Konzern Illumina übernehmen will. Die Amerikaner stellen sich jedoch gegen das Übernahmeangebot. Anfang nächster Woche werde die Unternehmensführung eine Empfehlung abgeben, teilte Illumina am vergangenen Freitag mit. Bis dahin wird den Aktionären empfohlen stillzuhalten.
«Wir wollen weiterhin mit dem Illumina-Verwaltungsrat ins Gespräch kommen, mit dem Ziel, eine Übernahmevereinbarung auszuarbeiten», sagte Roche-Chef Severin Schwan am Mittwoch an einer Telefonkonferenz. Die Übernahme-Offerte sei fair.
Schwan verdient 11,3 Millionen Franken
Roche-Chef Severin Schwan hat letztes Jahr 11,3 Millionen Franken verdient. Das ist leicht weniger als in den beiden vorangegangenen Jahren, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. 2010 hatte Schwan eine Entschädigung von 11,4 Millionen Franken erhalten, 2009 waren es insgesamt 12,1 Millionen Franken gewesen.
In der Gesamtentschädigung 2011 von Schwan sind 4 Millionen Franken Lohn und ein Bonus in der Höhe von 2,33 Millionen Franken sowie weitere Leistungen enthalten. Den Bonus erhält der Konzernchef in Form einer Barauszahlung (1,5 Millionen Franken) und gesperrter Genussscheine (837'000 Franken). Die Genussscheine sind für 3 oder 10 Jahre gesperrt. Die Dauer der Sperrfrist kann das Konzernleitungsmitglied selber festlegen.
Weniger für VR-Präsident Humer
Die Gesamtsumme der 2011 an die Mitglieder der Roche-Konzernleitung bezahlten Entschädigungen belief sich auf insgesamt knapp 43,9 Millionen Franken. 2010 waren es rund 40 Millionen, 2009 insgesamt fast 57 Millionen Franken.
Franz Humer, der Verwaltungsratspräsident des Pharmariesen, verdiente mit 8,88 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. 2010 erhielt Humer eine Entschädigung von 10,03 Millionen Franken und war damit bestbezahlter Verwaltungsratspräsident in der Schweiz, gefolgt von Nestlé-Präsident Peter Brabeck mit 8,3 Millionen Franken. (rub/sda)
Erstellt: 01.02.2012, 19:47 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
2 Kommentare
Wieder ein Superergebnis für Roche, welches zeigt, dass "echt" gutgeführte Firmen auch der Frankenstärke trotzen können. Es muss ja nicht immer zweistellig sein beim Gewinn. Roche waren auch eine der wenigen Firmen, welche nie laut über die Währungskonstellation gewettert haben. Diskretion à la Basel eben! Me isch halt öpper! Antworten
Wirtschaft
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


Bitte warten


