Wirtschaft

Revolte beim Kabinenpersonal der Swiss

Aktualisiert am 30.07.2012 120 Kommentare

An Bord der Swiss brodelt es: Flight-Attendants beschweren sich zunehmend über missliche Arbeitsbedingungen. In der Gewerkschaft des Swiss-Kabinenpersonals kam es nun zum Eklat.

Unzufriedene Gesichter: Mitglieder der Gewerkschaft des Swiss-Kabinenpersonals. (Archivbild)

Unzufriedene Gesichter: Mitglieder der Gewerkschaft des Swiss-Kabinenpersonals. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Bei der Kapers, der Gewerkschaft des Swiss-Kabinenpersonals, kommt es zu Neuwahlen des Vorstandes, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Diese Woche fand in Kloten eine ausserordentliche Generalversammlung statt, bei der es zu einer Vertrauensabstimmung über den bestehenden Vorstand kam. Die Mehrheit sprach sich für Neuwahlen aus, die nun im Herbst stattfinden werden. Ursprünglich wäre der aktuelle Vorstand bis November 2013 gewählt gewesen.

Grund für die interne Revolte ist eine Gruppe unzufriedener Flight Attendants (DerBund.ch/Newsnet berichtete), die sich unter dem Namen «Quo vadis Kapers?» (QVK) zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen hat. Die QVK-Mitglieder fühlen sich von der Kapers-Führung zu wenig gut vertreten und fordern bessere Anstellungsbedingungen. Der heutige Vorstand habe den Schwung vom Dezember nicht ausgenutzt und zeige zu wenig Kampfgeist, sagt eine QVK-Vertreterin im «Sonntag». Man wolle nicht alle abwählen. «Aber wir brauchen aufmüpfigere Köpfe.»

Käseholzbrett statt Gratifikation

Der laufende Gesamtarbeitsvertrag wäre kommenden April kündbar und würde dann noch ein weiteres Jahr weiterlaufen. An Weihnachten hatte die Unzufriedenheit beim Kabinenpersonal einen Höhepunkt erreicht, als die Swiss die Gratifikation strich und stattdessen dem Personal ein Käseholzbrett schenkte. Brisant: Um in Vertragsverhandlungen schlagkräftiger zu werden, plant die QVK, eine grosse, nationale Gewerkschaft ins Boot zu holen.

(mrs)

Erstellt: 29.07.2012, 10:44 Uhr

120

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120 Kommentare

will williamson

29.07.2012, 12:15 Uhr
Melden 261 Empfehlung 1

Ein Käseholzbrett statt einer Gratifikation. Wahrscheinlich sind die bei der Swiss noch der Meinung, das müsse motivieren! Sagenhaft! Antworten


Dan Horber

29.07.2012, 11:04 Uhr
Melden 238 Empfehlung 1

Wenn möglich, fliege ich weder Swiss noch Lufthansa. Deren Umgang mit dem Personal ist erschreckend. Die "Käsebrett-Geschichte" ist nur ein kleines Muster der bizarren Personalführung. Antworten



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