Wirtschaft
Rekord: Fast eine Million Zugpassagiere pro Tag
Aktualisiert am 29.03.2012 50 Kommentare
Im Personenverkehr konnte die SBB Rekordzahlen präsentieren. Das Cargo-Geschäft bleibt aber weiter in den roten Zahlen. (Video: Keystone )
Gedränge am Bahnhof: 977'000 Personen fahren in der Schweiz täglich Zug. (Bild: Keystone )
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Die SBB haben im vergangenen Jahr so viele Passagiere wie noch nie befördert. Täglich nutzten durchschnittlich 977'000 Personen das Angebot der Bahn – 2,7 Prozent oder 26'000 mehr als 2010. Das Konzernergebnis betrug 338,7 Millionen Franken und fiel damit wiederum deutlich höher aus als im Jahr zuvor.
Das Ergebnis sei trotz einer rückläufigen Nachfrage im Binnengüterverkehr erfreulich ausgefallen, kommentieren die SBB ihre Jahreszahlen in einer Mitteilung.
Der gute Abschluss sei zudem Ansporn für einen weiteren Ausbau des Netzes. Die SBB würden das Angebot und den Service ausbauen und noch mehr auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden ausrichten, teilte das Bahnunternehmen mit. Gleichzeitig wollen die SBB auch ihre Effizienz weiter verbessern.
Pünktlicher als je zuvor
Sorgenkind ist noch immer der Güterverkehr. Dieser stagnierte wegen eines rückläufigen Binnenmarktes und unter dem Druck des starken Frankens. SBB Cargo und SBB Cargo International transportierten letztes Jahr 195'000 Tonnen Güter pro Tag, 5'000 Tonnen weniger als 2010. Die Transportleistung reduzierte sich von 13'111 auf 12'346 Millionen Nettotonnenkilometer.
Die SBB nutzen ihr Schienennetz intensiver als jede andere Bahn auf der Welt. Die Zahl der zurückgelegten Trassenkilometer stieg um 1 Prozent auf 165,1 Millionen. Über jeden Kilometer Gleis auf dem Netz der SBB fuhren pro Tag durchschnittlich 96,3 Züge.
89,8 Prozent der SBB-Passagiere erreichten ihr Ziel im letzten Jahr mit maximal drei Minuten Verspätung. 2010 waren es 87 Prozent gewesen. In 97,7 Prozent aller Fälle konnten die Anschlüsse gewährleistet werden. Diese Werte seien höher als je zuvor, rühmen sich die SBB.
Die Pendler bezahlen trotzdem mehr
Trotz der erneut erfolgreichen Zahlen im Personenverkehr profitieren die Pendler nicht: Im Februar hatte der Bundesbetrieb angekündigt, die Billet- und Abonnementspreise im Dezember um durchschnittlich 5,6 Prozent zu erhöhen. Besonders betroffen sind treue Kunden: So kostet etwa das Generalabonnement für die 2. Klasse ab Dezember 2012 3560 Franken – 210 Franken mehr als bisher. Besonders happig ist der Aufschlag beim GA für die 1. Klasse: 5800 Franken – 450 Franken mehr – müssen Pendler neu dafür bezahlen. Auch das Halbtax-Abo für ein Jahr wird 10 Franken teurer, das Drei-Jahres-Halbtax sogar 60 Franken.
Die aktuellen Tariferhöhungen entsprechen auch der künftigen Tendenz: Bis 2018 werden sich die Preise um insgesamt 20 Prozent verteuern. Die SBB begründen diese Entwicklung unter anderem mit der Erhöhung der Trassenpreise um 200 Millionen Franken. Dabei handelt es sich um das Entgelt, das die Bahnunternehmen für die Benutzung der Bahninfrastruktur bezahlen müssen. Zudem werde das Angebot ständig ausgebaut, etwa mit dichteren Fahrplänen, so das Unternehmen. (rbi/sda)
Erstellt: 29.03.2012, 13:22 Uhr
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50 Kommentare
Wenn endlich die Alpentransitinitiative umgesetzt würde! Dann würde auch das Transportgeschäft der SBB gut laufen. Stattdessen müssen wieder die Preise für Passagiere erhöht werden, damit dieses Verlustgeschäft aufgefangen wird. Vielen Dank fürs quer stellen Herr Giezendanner!!! Typisch SVP, Das Volk für sich behaupten, aber nur die Eigeninteressen verfolgen! Antworten
Auch der öffentliche Verkehr mit Bahn und Bus wird bald dank massiver Bevölkerungszunahme (Jedes Jahr ca. 80000 Personen Nettozuwanderung und ca. 20000 Geburtenüberschuss, also jährl. eine Bevölkerungszunahme von 100000) dank Zuwanderung und PFZ an ihre Kappazitätsgrenzen stossen. Laut UVEK müssen wir die nächsten 20 Jahre jedes Jahr 10 Millirden SFR für die Infrastrukurerstellung investieren. Antworten
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