Wirtschaft

Ratingagentur stuft JP Morgan herunter

Aktualisiert am 12.05.2012 5 Kommentare

Von AA- auf A: Die US-Grossbank wurde von Fitch für die gestern enthüllten Milliardenverluste mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit bestraft. Der Ausblick lautet «negativ».

Ein schwarzer Tag für den ehemaligen Musterknaben: Der Aktienkurs von JP Morgan litt ebenfalls unter den Enthüllungen – Aktienhändler in der New Yorker Börse. (11. Mai 2012)

Ein schwarzer Tag für den ehemaligen Musterknaben: Der Aktienkurs von JP Morgan litt ebenfalls unter den Enthüllungen – Aktienhändler in der New Yorker Börse. (11. Mai 2012)
Bild: Reuters

JP Morgan Chase

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JP Morgan Chase (JPM 52.3 2.61%) gerät nach dem verlustreichen Hantieren mit riskanten Finanzprodukten zunehmend unter Druck: Die Ratingagentur Fitch stufte die US-Grossbank am Freitag um eine Note von AA- auf A herab. Der Umfang der Einbussen sei zwar handhabbar, jedoch nicht die damit verbundenen Risiken, etwa für den Ruf und die Führung der Bank, teilte Fitch zur Begründung mit. Zudem senkte sie auch das langfristige Emittenten-Rating.

Auch Standard & Poor's reagierte und senkte den Ausblick von JPMorgan auf «negativ». Mit dem Schritt deutete die Ratingagentur eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Grossbank an.

Das New Yorker Geldhaus hatte gestern einräumen müssen, mit komplexen Finanzprodukten in den vergangenen sechs Wochen zwei Milliarden Dollar verloren zu haben.

«Schlampig» und «dumm»

Unterdessen kann der Vorstandsvorsitzende von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, nach eigenen Angaben nicht sagen, ob das Finanzinstitut mit dem verlustreichen Handel gegen Gesetze verstossen hat. Dem sollte nun die Regulierungsbehörde nachgehen, sagte Dimon in einem Interview dem US-Fernsehsender NBC. Diese würde zu ihren eigenen Schlüssen kommen, sagte er in am Freitag veröffentlichten Ausschnitten der Sendung «Meet the Press». Die Bank sei «schlampig» und «dumm» bei der Abwicklung der Handelsgeschäfte vorgegangen, räumte er ein.

Die Vorsitzende der US-Börsenaufsicht SEC, Mary Schapiro, sagte derweil vor Reportern, ihre Behörde befasse sich mit dem Milliardenverlust von JP Morgan Chase. Weitere Details nannte sie aber nicht. (fko/dapd)

Erstellt: 12.05.2012, 07:04 Uhr

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5 Kommentare

Hansueli Zürcher

12.05.2012, 08:23 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Was hier passiert ist, ist einfach unglaublich. Zuerst kreiiren die Banken Produkte die praktisch niemand versteht und preisen diese als totsichere Sache an. Dann verlegen die Händler das
Handbuch, wie das Gefährt funktionieren soll und schon ist der Schlamassel da! Da drängt sich wirklich die Frage auf, was sollen solche "Produkte" Meine Antwort Betrug und Gier, aber eine totsicher Sache!
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Cassandra Dürr

12.05.2012, 10:33 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Rien ne va plus ... au Casino!
Sämtliche Banken der westlichen Welt verstaatlichen, die virtuellen Gelder zur Tilgung der virtuellen Schulden verwenden, Regulierung nach vor Thatcher-Zeit einführen u.Berücksichtigung der neuen Bankgeschäfte, dann Schritt f.Schritt re-privatisieren - und Staaten wie Banken wären gerettet.
Jetzt bräuchte es nur noch Regierungsleute mit Rückgrat u.Mut. Siehe Island..
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