Wirtschaft

Post tut sich mit französischer Konkurrenz zusammen

Aktualisiert am 21.12.2011 14 Kommentare

Die Post und La Poste gehen im internationalen Geschäft gemeinsame Wege. Mit dem Joint-Venture wollen sie dem Marktführer aus Deutschland das Leben schwer machen.

Die Post erhofft sich vom Joint Venture mit den Franzosen einen Teil des internationalen 10-Milliarden-Kuchens: Hauptsitz in Bern.

Die Post erhofft sich vom Joint Venture mit den Franzosen einen Teil des internationalen 10-Milliarden-Kuchens: Hauptsitz in Bern.
Bild: Keystone

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Die Schweizerische Post und die französische La Poste legen ihre internationalen Aktivitäten im Bereich der Briefpost zusammen. Das gemeinsame Unternehmen soll eines der weltweit führenden Unternehmen werden.

«Zwei starke Unternehmen schliessen sich hier zusammen, um noch stärker zu werden», sagte Post-Konzernleiter Jürg Bucher heute Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Damit werde das gemeinsame Unternehmen zur Deutschen Post aufschliessen, die in diesem Bereich weltweit eine führende Stellung einnehme.

Weltweites 10-Milliarden-Potenzial

Jürg Bucher rechnet beim Start mit einem Umsatz von einer halben Milliarde Franken, weist aber darauf hin, dass das weltweite Potenzial im Bereich der internationalen Briefpost über 10 Milliarden Franken beträgt. Von diesem Kuchen will das schweizerisch-französische Unternehmen einen Teil abschneiden.

Das internationale Briefpostgeschäft der beiden Unternehmen ergänze sich sowohl geografisch als auch im Hinblick auf ihr Produktangebot, sagte Bucher weiter. Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Märkte in Kontinentaleuropa, den USA und in Asien.

Start im Laufe des nächsten Jahres

Derzeit sind 1200 Mitarbeiter der Schweizerischen Post und 800 der französischen La Poste im internationalen Mailverkehrsgeschäft tätig. Der Verwaltungsrat und die operative Leitung sollen in den nächsten Wochen besetzt werden.

Das von den beiden Verwaltungsräten bereits genehmigte Joint-Venture soll im Laufe des Jahres 2012 seine Tätigkeit aufnehmen. Das neue Unternehmen soll zu gleichen Teilen im Eigentum von La Poste und der Schweizerischen Post stehen. Es wird Geschäftssitze in Paris und Bern haben.

Im Unternehmen sollen alle grenzüberschreitenden Aktivitäten im Mailgeschäft von La Poste und der Schweizerischen Post verbunden werden. Ausnahmen bilden das ein- und ausgehende grenzüberschreitende Mailgeschäft von La Poste in Frankreich und dasjenige der Schweizerischen Post in der Schweiz.

Arbeiten begannen vor zwei Jahren

Mit La Poste Global Mail und Swiss Post International haben die französische und die Schweizer Post in den letzten Jahren eigenständige Firmen für die Abwicklung des internationalen Briefverkehrs aufgebaut. Vor rund zwei Jahren hätten sich die Leitungen beider Unternehmen die Frage gestellt, wie es damit weitergehen soll, sagte Postchef Bucher weiter. Vor rund eineinhalb Jahren sei man dann übereingekommen, die Zusammenarbeit zu intensivieren und habe ein entsprechendes Projekt auf die Beine stellt.

Der postalische Universaldienst von La Poste in Frankreich und der Schweizerischen Post in der Schweiz ist vom Joint-Venture nicht betroffen. Das Joint-Venture steht unter dem Vorbehalt, dass alle erforderlichen regulatorischen Genehmigungen erteilt werden. (ami/sda)

Erstellt: 21.12.2011, 21:20 Uhr

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14 Kommentare

paul schaller

21.12.2011, 23:27 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

Wieder ein Bundesbetrieb, der wieder einmal Millionen im Ausland verlochen will. Man will es einfach nie lernen.... Antworten


Rolf Schumacher

22.12.2011, 07:54 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Ausgerechnet mit der französischen Post? Starke Gewerkschaften, in einem durch und durch sozialistisch-zentralistischen Staat dürften für die CH-Post zum Risiko werden? Werden wir einmal mehr Mia und ein weiteres Stück an Reputaion verlieren? Wie bei Swisscom und der italienischen Tochter Fastweb, oder gar wie bei Swissair und Sabena etc? Antworten



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