Peter Hasler ist der neue Verwaltungsratspräsident
Aktualisiert am 20.01.2010 14 Kommentare
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Für Matthias Finger, Post-Experte und Professor für Infrastruktur-Management an der ETH Lausanne, hat der Bundesrat mit Peter Hasler «eine gute Wahl» getroffen. Hasler sei ein glaubwürdiger Verwaltungsratspräsident. Nun könne bei der Post wieder Ruhe einkehren. Jetzt gehe es darum, unter Hasler einen neuen Verwaltungsrat zusammenzustellen, der das Vertrauen sowohl der Post als auch der Politik geniesse. Polarisierende Persönlichkeiten seien nicht gefragt, sagte Finger auf Anfrage.
Die SP hat sich über das rasche Vorgehen des Bundesrates bei der Besetzung des Post-Verwaltungsratpräsidiums überrascht gezeigt. Dem neuen Post-Präsidenten Peter Hasler könne man sicher attestieren, dass er die Schweizer Politik in- und auswendig kenne, sagte SP-Präsident Christian Levrat auf Anfrage. Hingegen müsse er sich noch in zwei Dingen beweisen. So müsse der frühere Direktor des Arbeitgeberverbandes nun den Beweis erbringen, dass er auch auf die Interessen der Arbeitnehmer eingehen könne. Zudem sei nichts über Haslers Verständnis des Service Public bekannt. Er habe sich in den vergangenen Jahren kaum darüber geäussert. «Wir erwarten, dass er für einen starken Service Public steht und nicht in die alte Post-Strategie zurückfällt und an den Dienstleistungen schraubt, um den Gewinn zu maximieren», sagte Levrat.
Die innert kürzester Zeit erfolgte Wahl von Peter Hasler zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der Post ist für die CVP positiv zu werten. «Der ehemalige Direktor der Arbeitgeberverbandes ist ein erfahrener Mann aus der Wirtschaft», sagte CVP-Präsident Christoph Darbellay. Mittel- und langfristig könne seine Leistung aber erst an der Qualität des Service Public bewertet werden. Ein starker Service Public sei das Hauptziel der CVP.
Peter Hasler soll als neuer Verwaltungsratspräsident die Post wieder zur Ruhe bringen. Der Bundesrat wählte den früheren Direktor des Arbeitgeberverbands am Mittwoch zum Nachfolger des am Vorabend zurückgetretenen Claude Béglé. Der 64-Jährige tritt sein Amt per sofort an.
Hasler bewege sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft, teilte das Departement von Postminister Moritz Leuenberger mit. Breite Anerkennung - namentlich im Bereich der Sozialpartnerschaft - habe er in seiner Funktion als Direktor des Arbeitgeberverbands erworben, dem er von 1993 bis 2006 vorstand. Seither hat der promovierte Jurist und Vater zweier erwachsener Söhne verschiedene Verwaltungsratsmandate inne. Zwei davon wird er laut dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zugunsten seiner neuen Tätigkeit aufgeben.
Mandate nicht klar deklariert
Hasler war nach dem sofortigen Rücktritt von Béglé als möglicher Nachfolger gehandelt worden. In einer persönlichen Erklärung sprach Béglé von unqualifizierten Angriffen auf seine Person und einer öffentlichen Diffamierung. Der 61-jährige Waadtländer, der seit dem Frühjahr 2009 den Verwaltungsrat der Post präsidierte, war mit seinem Führungsstil und seinen Plänen zur Auslandexpansion der Post, aber auch mit der überraschenden Absetzung von Michel Kunz als Konzernchef Mitte Dezember auf massive Kritik gestossen. Im Verwaltungsrat sah sich Béglé bereits vor seinem Amtsantritt mit heftigem Widerstand konfrontiert. Die internen Reibereien gipfelten schliesslich im Rücktritt der beiden Verwaltungsräte Rudolf Hug und Wolfgang Werle. In den vergangenen Tagen warfen zudem verschiedene Medien Béglé vor, Verwaltungsratsmandate bei ausländischen Unternehmen bei seiner Wahl zum Post-Präsidenten im Juni 2008 nicht klar deklariert zu haben.
Postminister Leuenberger hatte sich lange hinter Béglé gestellt und Kritik am Verfahren, das zu dessen Wahl führte, von sich gewiesen. Nach den Abgängen im Verwaltungsrat ordnete der UVEK-Chef jedoch eine Überprüfung des gesamten Gremiums an.
Der Bundesrat habe Béglés Rücktritt in seiner Sitzung vom Mittwoch zur Kenntnis genommen und anerkenne, dass dieser sich im Interesse der Post zu diesem Schritt entschlossen habe, hiess es in der Mitteilung weiter. Für sein Engagement dankte der Bundesrat Béglé. (sam/sda)
Erstellt: 20.01.2010, 12:51 Uhr
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Früher hiess die Post PTT: Post Telefon Telegraph! - Die Unternehmen wurden von 'Wirtschaftsspezialisten' aufgesplittet in 'Die Post' und 'Swisscom' und nun jammert doch tatsächlich die Post, dass sie unter der schwindenden Briefmenge leide! - Also ich, so muss ich Ihnen gestehen, bin auf dem Land jedesmal froh, wenn ich NICHT zur Post ins Nachbardorf muss, dafür möglichst viel e-mails verschicke.
Hasler, ehemaliger AG-Präsident, als Feind der Arbeitnehmer zu bezeichnen ist absurd.Über Jahre hinweg hat er sich in harten,aber fairen Verhandlungen mit den Sozialpartnern für den sozialen Ausgleich und den Arbeitsfrieden in diesem Land eingesetzt. Es ist an der Zeit, dass ein Wirtschaftsfachmann der Sozi-Misswirtschaft bei der Post ein Ende setzt.
Als ehemaliger Arbeitgeberpräsident ist er doch der Feind der Arbeitnehmer! Mit 64 Jahren geht man doch in Pension, leider haben unsere gierigen Manager nie genug.
Endlich. Eine sehr gute Wahl,auch wenn diese Wertung auf Vorschuss beruht. Weshalb nicht schon vorher? Dr. Hasler kennt die Sprache des service puplic. Er unterstreicht das Bewahrende und ist ebenso für den Aufbruch bereit. Er kennt die politischen Prämissen und so hat die Politik ebenfalls einen einschätzbaren Partner. Das ist das, was die Post jetzt braucht. Zum Glück zum richtigen Zeitpunkt.
Hasler hat als Verwalter unbestreitbare Qualitäten. Man darf zweifeln, ober er in der Lage ist den Konzern dynamisch zu entwickeln. Eine Schlafmütze kann man da aber nicht gebrauchen. Seine Stärke wird wohl das "moderieren" der verschiedenen Spezigruppen im Postreich sein. NB. Ich war erschrocken zu hören, dass die Postautos pro Tag in NEUN Unfälle verwickelt sind.
Ohne über Herrn Hasler urteilen zu wollen, scheint mir dieser Wechsel ein bisschen sehr schnell. Nur wenige Stunden nach dem Rücktritt einen neuen auf den Posten hieven könnte später erneut zu Problemen führen und bereut werden. Hoffen wir dass dem nicht so ist!
Ist diese derart kurzfristige Wahl,einige Stunden nach dem Rücktritt von Herrn Begle, seriös? Dieses Gremium wirkt kopflos, fast hirnlos und so unglaubwürdig. Was soll denn so ein schneller Entscheid bewirken? Alles ein nackter Wahnsinn...
Das Problem ist (endlich) nicht mehr Hr. Begle sondern nach wie vor BR. Leuenberger. Man sollte nicht nur Spieler auswechseln. Oft ist es sinnvoll auch den Chef oder den Trainer zu feuern. Kommt Zeit kommt Rat. Das Jahr ist noch jung.
Herr Hasler hat das Vertrauen, ein guter und weiser Entscheid! Gygi, Weibel, das hätte noch gefehlt...
Für einen "zugriffigen" VR-Präsidenten hat Béglé (zu) lange gebraucht um zu merken was es geschlagen hat. BR Leuenberger hat aber den Wechsel gut vorbereitet. Freundlicherweise hat er Béglé die Möglichkeit gegeben selbst zu kündigen.
wieder ein altes Fossil installiert, ausgerechnet von denen die gerne von "Nachwuchsförderung" plappern
Nun suchen alle nach den Schuldigen und meinen, sie bei irgendwelchen Intriganten oder beim angeblich so unflexiblen Postkader gefunden zu haben. Macht euch doch die Mühe und lest kritisch und aufmerksam das ganzseitige Interview, das der BUND am Anfang des Dramas mit Herrn Béglé geführt hat und macht, wie es die BILANZ schliesslich getan hat, einige einfache Dreisatzrechnungen. Ganz einfach!
Dr. Peter Hasler ist als Glücksfall genau der richtige VR-Präsident zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Er wir der Post die notwendige Stabilität zurückbringen. Ein Glücksfall ist Dr. Peter Hasler deshalb, weil er in seiner Funktion als ehemaliger Arbeitgeber-Präsident stets dem sozialen Ausgleich verpflichtet war.
Sicher eine gute Wahl. Peter Hasler ist ein "typischer" Liberaler, welcher zwar die Interessen der Arbeitgeber und des Bürgertums vertritt, sich aber auch der Notwendigkeit des sozialen Friedens, des Ausgleichs und des Service Public bewusst ist. Ich fand seine öffentlichen Dispute mit Herrn Gaillard immer interessant, da Sie immer von gegenseitigem Respekt geprägt waren.
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