Wirtschaft

Oerlikon stösst Solarsparte nach Asien ab

Aktualisiert am 02.03.2012 21 Kommentare

Es sei «die beste Lösung für alle Mitarbeitenden»: OC Oerlikon gibt die wenig rentable Solarsparte an die Firma Tokyo Electron ab. Dabei befand man sich mit dem Firmenzweig bis vor Kurzem noch auf Kurs.

Zu wenig rentabel: Mitartbeiter der Oerlikon-Solarabteilung. (Archivbild)

Zu wenig rentabel: Mitartbeiter der Oerlikon-Solarabteilung. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Der Industriekonzern Oerlikon verkauft seine Solarsparte an die japanische Tokyo Electron. Wie der Konzern heute Abend mitteilte, will er die finanziellen Auswirkungen der Transaktion an der Bilanzmedienkonferenz vom Montag offenlegen.

Der Verkauf sei die «beste Lösung für die Mitarbeitenden», hiess es in einem Communiqué. Über einen eventuellen Stellenabbau wurde nichts bekannt.

Durch die Trennung von der Solarsparte wolle Oerlikon sich auf die ertragsstarken Unternehmensteile konzentrieren. Die Solarindustrie steht derzeit weltweit im Gegenwind. Die Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Partnerschaft mit Tokyo Electron besteht bereits

Oerlikon Solar selbst sei bereits stark auf Asien ausgerichtet, heisst es im Oerlikon-Communiqué. Mit Tokyo Electron Ltd. (TEL) bestehe seit drei Jahren eine Partnerschaft, so dass die Japaner das Solargeschäft von Oerlikon sehr gut kennen würden. TEL wolle als strategischer Käufer das Solar-Kerngeschäft weiterentwickeln.

Die Solarsparte von Oerlikon erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 254 Millionen Franken. Der Gesamtkonzern unterzog sich 2009/2010 einer Rosskur und sah sich 2011 nach neun Monaten auf Kurs. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres stieg der Umsatz um 24 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Franken.

Produktion von Dünnschichtsilizium

TEL, der Käufer, unterhält weltweit 85 Standorte und beschäftigt gut 11'000 Personen. 2011 erreichte der Umsatz 668 Milliarden Yen (6,2 Milliarden Franken). TEL ist nach Oerlikon-Angaben führend bei Anlagen für die Halbleiterproduktion. Die dabei entwickelten Fähigkeiten nutzt das Unternehmen auch für Flachbildschirme und PV-Module.

Oerlikon Solar hat den Hauptsitz in Trübbach SG und beschäftigt an acht Standorten weltweit 675 Personen. Die Sparte bietet Anlagen und Produktionslinien zur Fertigung von Dünnschichtsilizium- Solarmodulen an.

(mrs/sda)

Erstellt: 02.03.2012, 18:13 Uhr

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21 Kommentare

Fredy Saxer

02.03.2012, 18:38 Uhr
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Das haben wir nun davon, wenn unser BR und Parlament ohne Konzept den Ausstieg aus der Atomenergie beschliessen. Jeder vernünftige Energieunternehmer in der CH hat darauf hingewiesen, dass weder die Schweiz noch Europa in der Produktion von Solarmodulen gegenüber den Asiaten konkurrenzfähig ist. Fazit: Wir verlieren Arbeitsplätze und sind wieder vom Ausland abhängig. Danke Rot-Grün für den Quatsch Antworten


Thomas Berger

02.03.2012, 18:24 Uhr
Melden 18 Empfehlung 0

Japan ist schon zu bewundern. Japan kauft alles auf, warum lohnt sich dort auf so einer kleinen Insel alles? Und sie können sich es leisten nach dem Schlimmen was passiert ist. Die Europäische Industrie ist dagegen ein Hoffnarr. Antworten



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