Massiv mehr Lohn für Manager im Krisenjahr
Aktualisiert am 02.07.2010 39 Kommentare
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Kämpft seit Jahren gegen zu hohen Löhne an: Ethos-Chef Dominique Biedermann. (Bild: Keystone )
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Trotz der Wirtschaftskrise haben Schweizer Spitzenmanager im vergangenen Jahr eine kräftige Lohnerhöhung erhalten. Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder der 49 grössten börsenkotierten Unternehmen verdienten insgesamt 1,27 Milliarden Franken.
Das ist ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Besonders gross sei der Aufschlag im Finanzsektor, sagte der Direktor der Anlagestiftung Ethos, Dominique Biedermann am Freitag bei der Vorstellung einer entsprechenden Studie vor den Medien in Zürich. Die Spitzenleute der 13 grössten Banken und Versicherungen hätten 73 Prozent mehr Salär erhalten.
VR-Mitglieder beziehen 300'000 Franken
Damit hätten die durchschnittlichen Vergütungen in der Finanzwelt wieder das Niveau vor der Krise erreicht. Dagegen seien die Vergütungen in den 36 Unternehmen der Nicht-Finanzwelt lediglich um 2 Prozent gestiegen.
Ein Geschäftsleitungsmitglied erhielt für das Jahr 2009 im Durchschnitt 3 Millionen Franken. Verwaltungsratspräsidenten verdienten durchschnittlich 1,9 Millionen Franken und die anderen Verwaltungsratsmitglieder 300'000 Franken. (sam/sda/)
Erstellt: 02.07.2010, 10:05 Uhr
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39 Kommentare
2009 sind die Bezüge massiv gestiegen - das stimmt. Gemäss obiger Statistik dieser 50 Firmen sind die Bezüge verglichen mit 2006 immer noch wesentlich tiefer! Damit eine neue Schlagzeile - z.B. - Lohnbezüger erhalten seit 2006 rund 5% mehr Lohn während sich die Bezüger der Manager trotz Erhöhung 2009 immer noch tiefer sind als 2006! Antworten
P.Rappazzo.Seit wann gehört die Migros der Bevölkerung.Und immer wenn das Lieblingswort Verantwortung kommt,redet man immer von Leuten,die KEINE Verantwortung für die Manager übernehmen können.Das ist, wie wenn man von einem 3-jährigen verlangt,dass er auf seine Mutter statt umgekehrt aufpasst! Antworten
Der Grund warum das funktioniert ist einzig und allein die Tatsache das Banken ohne Bezug zur Realität Geld erschaffen können und gut daran verdienen. Irgendwohin müssen ja die satten Gewinne, für Rückstellungen braucht man ja kein Geld (fractional reserve banking) und wenns mal knapp wird ist man sicher zu gross um unterzugehen und wird von den lieben Steuerzahlern gerettet. Antworten
Das ist auch eine Folge der Einwanderung, bzw. anderer Mentalitäten. Deutsche, Amerikaner, Engländer und auch andere, kennen keine Grenzen, wenn es um Salärforderungen geht. Ausserdem zeigt sich die Mentalität auch im Führungsstil, hire and fire, keine Konstanz, lieber Quantität und wenig Innovation. Unser Erfolgsmodel, nähmlich unsere Mentalität, geht verloren und so auch der Erfolg der CH. Antworten
Es wird mir übel im Wissen um die Justiz gedeckten Wirtschaftskriminellen, die wallten können wie ihnen beliebt. Ich hoffe auf eine übernatürliche Gerechtigkeit, welche diese Übermenschen zu irgend einem Zeitpunkt furchtbar für ihre Machenschaften in Agonie leiden lässt. Antworten
Es ist schon verrückt! Die Verantwortlichen für die Finanzkrise und die Profiteure der Staatsverschuldung (Staatsanleihen), welche die aktuelle Wirtschaftskrise auslösten, kassieren in ihren Selbstbedienungsläden wieder munter weiter, wie wenn nichts geschehen wäre. Vermutlich sagen sie sich, wir sind doch nicht blöd, wenn uns schon das Parlament in Bern dazu freie Hand gibt. Antworten
Solange der Kapitalismus in der jetzigen Form existiert, wird es immer ein paar Gewiefte geben, die es Verstehen die anderen abzuzocken. Vielleicht hängen sie ja dann mal, wie während der franzölsischen Revolution. Die einzige Alternative sehe ich darin, dass man Zeitwährung einführt. Eine Stunde Arbeit wird mit einer Stunde etwas anderem gutgeschrieben. Antworten
Jetzt sollte auch dem Letzten klar sein, dass es da keine Selbstregulierung und auch keinen funktionierenden Markt gibt. Man muss endlich Massnahmen treffen um solche Exzesse zu unterbinden. Aber das wird nich geschehen, da viele Politiker durch diese "Herrschaften" korrumpiert wurde. Wenn man nicht eingreift, wird diese Seuche auf die übrigen Wirtschaftsteile übergreifen. Antworten
Das ist reine Hetze. Aktionaere entscheiden ueber Loehne und ueber Standorte und Jobs. Wenn die Hetze und Neiderei weiter geht, gehen auch die Arbeitsplaetze. Gutverdienente ist das beste fuer den Sozialstaat dank progressiven Steuern und Sozialabgaben auf Loehne. Kühlen Kopf bewahren, sonst gibt es bald gar keine guten Steuerzahler in der Schweiz mehr. Antworten
Die Verwaltungsräte und CEO (und CFO, CRO, COO etc.) haben gemerkt, wie sie sie sich unter Ausschaltung der Aktionäre einen Teil des Gewinns, wenn sie diesen nur als "Bonus" bezeichnen, frech aneignen können, - in vielen Fällen nicht nur den Gewinn sondern auch auch die Substanz. Früher musste der Gewinnanteil, damals namens "Tantieme", wenigstens an der GV von den Aktionären abgesegnet werden. Antworten
Mir sträuben sich die Haare, wenn man liest, wie die Gehälter bei den Managern und Verwaltunsmitglieder angehoben wurden. Warum werden die Vorschläge von Hr. Minder in den Wind geschlagen? Die Politiker sollen sich schämen, solch einen Zustand zu tollerieren!! Hat man aus der letzten Misère nichts gelernt?Wie lange lässt sich der Bürger das noch gefallen?? Zitat: Eine Krähe hackt der anderen kein. Antworten
Es ist die logische Folge der Krise, denn die Manager erhalten für jeden entlassennen Mitarbeiter eine Prämie in Höhe des Gehalts des Entlassenen. Die Wirtschaft kommt momentan auch nicht in Fahrt, weil eben diese Mitarbeiter fehlen und der Ersatzt zuerst gefunden und dann noch ausgebildet werden muss. Ausnahme (unter anderen): The Swatch Group, wo kein einziger Mitarbeiter entlassen wurde. Antworten
Es gibt eigentlich nur eins: jede Vergütung, in welcher Form auch immer (Total aus Fix, Bonus, Fringe Benefits, Aktien etc.), die den Betrag von 1.0 Mio. Fr. pro Jahr übersteigt, wird eingezogen, und zwar zu 100% (der Anteil, welcher die 1.0 Mio. übersteigt), und ans Volk gleichmässig verteilt. Punkt. Wer damit ein Problem hat, darf gerne irgendwo anders hin gehen um abzukassieren. Antworten
Diese Groteske ist kaum mehr zu überbieten! Dank der Politiker welche die Bilanzregeln für Banken ins Absurde geführt haben, damit solche Ausschüttungen weiterhin möglich sind. Sollen Sie mit dem Geld in Angst vor dem Mob leben. Ich hoffe sie werden vor der Meute in Sicherheit gebracht - hinter schwedische Gardinen - TOP-Banker, Banken-VR und Politiker! Antworten
Liebe aufgebrachte Gemeinde - wenn man Entlöhnung auf langfristiger Wertentwicklung fordert, dann muss es zwangsläufig zu dieser Situation kommen! In guten Jahre verdient man weniger als möglich und in schlechten Jahren eben überdurchschnittlich! Wer die Abzocker-Initiative unterstützt, muss sich an diese Situation gewöhnen. Nur Christiano Ronaldo verdient immer gleich viel - auch wenn er so kickt Antworten
Es ist nicht die absolute Höhe der Bezüge oder die Erhöhung an sich die mich stört sondern die an Arroganz grenzende Selbstverständlichkeit wie diese einkassiert werden! Und dies kurz nach einer Krise die wir unter Umständen noch gar nicht wirklich überstanden haben. Ich bin ab sofort für jede Initiative die dieses Gebaren mithilft zu unterbinden, sei sie auch noch so extrem! Antworten
Wenn ich mir überlege, dass ich (und viele andere auch) sich tagtäglich für einen Bruchteil dieser exorbitanten Gehälter den A... aufreissen für die Firmen und wir denen sozusagen das Geld direkt in den Rachen erwirtschaften, dann kommt mir die Galle hoch. Kein Manager erwirtschaftet das Geld allein sondern immer die tausenden von kleinen Angestellten. Aber man trifft sich immer zweimal im Leben! Antworten
Wohin wollen diese "spitzenabzocker" denn gehen? in der EU werden keine bonis mehr bezahlt wenn staatsunterstützung erfolgte. und im übrigen: wenn ein bonus nicht steuerbar ist, dann kann doch jedermann seinen 13. und eine evtl. gratifikation abziehen, das sind boni für gute leistung und gute firmenresultate (gewinne). hr. grübel, gehen si doch nach DE zurück und zocken sie ihre landsleute ab !! Antworten
@Franz Kuriger: Und was soll die Welt ausrichten? Nur Schweizer Gesetze gelten hierzulande, was sollen uns die Amis und die EU kümmern? Die können und wollen unsere Probleme nicht lösen, die wollen nur abkassieren! Es braucht endlich griffige Massnahmen in der Schweiz, genau diese Hörigkeit gegenüber den anderen hat unsere Regierungskrise ausgelöst. Stärkt endlich das Aktionärsrecht!!! Antworten
Ja natürlich und den Angestellten wird der Lohn gekürze oder man gibt keinen Teurungsausgleich. Warum machen da die Verbände nichts Wenn sie z.B. sehen was mit der AHV abgeht, keinen ausgleich , keine 13te rente ,keine hilfe bei LAMAL usw. Wir haben in der Schweiz Unzählige Verbände und Vereinigungen der Rentner, sogar einen Seniorenrat und nichts geht, seit Jahren werden wir Ausgebeutet !!!!! Antworten
Es ist Zeit für die 1:12-Initiative, die das Verhältnis der Löhne besser regelt. Und es ist Zeit für mehr Wirtschaftsdemokratie! Die meisten werden doch dagegen sein, dass sich einige wenige ungebremst bereichern und gleichzeitig die Armut zunimmt...?!! Unser Wirtschaftssystem krankt. Es braucht Regelungen gegen diese aktuelle feudalistisch anmutenden Formen. Antworten
...und es wird ewig so weitergehen, bis Vater Staat die Courage hat, um (endlich) einmal eine der sogenannten Grossbanken "hopps" gehen zu lassen. All diese superqualifizierten Ausländer (die man ja nur mit so hohen Löhnen halten kann) werden sich - glaubt man den Banken - dann ja sowieso ins Ausland absetzen und würden der hiesigen Arbeitslosenversicherung nicht zur Last fallen. Antworten
Hoffe, es wird bald eine Weltweite Lösung gefunden! Länder einzeln können da nichts ausrichten.... aber so kann es nicht weiter gehen! Weltweite begrenzung! diese Vetternwirtschaft und unbändige Gier! Und unsere Nationalräte sind da genau so gut dabei wie alle anderen auch!!! Antworten
Offenbar haben diese geldgierigen Leute noch nichts gelernt. Es kann doch nicht sein, dass immer noch abgesahnt wird, wo doch das Volk diesem unsäglichen Treiben ein Ende setzen will (Abstimmung über die Minder-Initiative). Man sollte endlich auf die Strasse gehen und diesen Leuten den Garaus machen. Antworten






Nadine Binsberger
@Nivot 13:00: Vollkommen Ihrer Meinung. Vielen Dank für den Beitrag! Antworten