Wirtschaft
Lufthansa-Flugbegleiter wollen landesweit streiken
Aktualisiert am 28.08.2012 17 Kommentare
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Die Flugbegleitergewerkschaft UFO will «ab sofort» die Lufthansa an allen deutschen Flughäfen unbefristet bestreiken. Für den heutigen Dienstag sei noch keine Streikaktion geplant, teilte UFO in Frankfurt am Main mit.
Verhandlungen gescheitert
Zum Ende der Ferienzeit hat bei der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa ein Streik begonnen. In der Nacht auf heute sind die Verhandlungen mit der Gewerkschaft UFO gescheitert, wie ein Sprecher der Airline heute bestätigte.
Der Vorstand der Kabinengewerkschaft UFO hat seine Entscheidung über einen Arbeitskampf am Vormittag in Frankfurt verkündet: Ab morgen soll gestreikt werden. Das wird den Flugverkehr massiv behindern. Die Mitglieder haben bereits vor Wochen in einer Abstimmung eindeutig für einen möglichen Arbeitskampf votiert. Eine erneute Abstimmung war daher nicht mehr notwendig.
Zu Sparmassnahmen gezwungen
Der Lufthansa-Sprecher sagte, in den jüngsten Gesprächen habe es in einigen Punkten Annäherungen gegeben, die aber nicht ausgereicht hätten, um noch zu einer Einigung zu kommen.
Die Flugbegleiter hatten eine Lohnerhöhung von fünf Prozent verlangt. Sie wollten zudem die Verlagerung von Arbeitsplätzen in die angestrebte Direktflugtochter mit damit verbundenen Einkommenseinbussen verhindern und das bisherige Tarifstufensystem weitgehend beibehalten.
Kaum Auswirkungen auf Flughafen Zürich
Dieses System mit fortwährenden Hochstufungen nach dem Senioritätsprinzip will Lufthansa nicht mehr akzeptieren. Europas grösste Fluggesellschaft sieht sich wegen des starken Wettbewerbs und anstehender Milliardeninvestitionen zu drastischen Sparmassnahmen gezwungen.
Swiss-Mediensprecherin Susanne Mühlemann geht zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus, dass der frühestens in 24 Stunden ab Ankündigung mögliche Streik der Lufthansa-Flugbegleiter auch Auswirkungen auf den Flugbetrieb in Zürich haben wird. «Unsere Flüge werden regulär weitergeführt», sagt sie gegenüber DerBund.ch/Newsnet. Man werde aber prüfen, inwieweit die Kapazitäten in Richtung Deutschland bei Bedarf erhöht werden könnten, um Ausfälle aufzufangen und zusätzliche Passagiere zu befördern. (rbi/sda)
Erstellt: 28.08.2012, 11:29 Uhr
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