Wirtschaft

Lufthansa sagt Online-Zwischenhändlern den Kampf an

Aktualisiert am 23.03.2012 6 Kommentare

Die Lufthansa will, dass ihre Flugtickets nirgends mehr günstiger zu haben sind als im eigenen Online-Angebot – und erhöht gleichzeitig die Preise. Die Swiss will dabei nicht mitziehen.

Mutter und Tochter gehen nicht dieselben Wege: Maschinen der Swiss und der deutschen Lufthansa am Flughafen Kloten. (Archivbild)

Mutter und Tochter gehen nicht dieselben Wege: Maschinen der Swiss und der deutschen Lufthansa am Flughafen Kloten. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Die Lufthansa (LHA 15.51 -1.43%) und ihre Tochter Austrian Airlines (AUA) heben am 2. April die Ticketpreise an. Ein neues Tarifmodell soll Zwischenhändlern das Unterbieten der eigenen Angebote erschweren. Die Lufthansa-Tochter Swiss macht nicht mit, prüft aber Erhöhungen.

Auf Europaflügen steigen die Preise um zehn Euro, auf der Langstrecke werden in der Economy 20 Euro aufgeschlagen, in der Business-Klasse werden 60 Euro fällig. In Deutschland werden die erhöhten Lufthansa- und AUA-Tickets teilweise durch den Wegfall der bisher erhobenen Servicegebühr von 10 Euro auf Europa- und 15 Euro auf Langstreckenflügen abgefedert.

Unterbieten der Tarife wird schwieriger

Ob die Gebühr auch bei Buchungen in Österreich wegfällt, ist laut der AUA noch nicht entschieden. Bei der Swiss ändert sich das Tarifmodell im Moment auf jeden Fall nicht. «Es bleibt, wie es ist. Wir folgen der Lufthansa nicht», sagte Swiss-Sprecher Mehdi Guenin der Nachrichtenagentur sda.

Hintergrund ist, dass die Lufthansa ihr Preismodell reformiert: Damit wird in Deutschland ein Unterbieten der Tarife durch Zwischenhändler im Internet schwieriger. Einige Portale hatten in der Vergangenheit auf die Servicegebühr verzichtet und so selbst die stark beworbenen Discountangebote von 99 Euro in Europa hin und zurück oder 49 Euro Oneway ab Berlin noch unterboten. Die Absicht des Lufthansa-Konzerns: Künftig sollten Tickets nirgendwo mehr günstiger zu haben sein als im eigenen Online-Angebot.

Swiss-Chef Harry Hohmeister hatte in der Wochenendpresse in einem Interview gesagt, die Fluggesellschaft erwäge eine Anhebung ihrer Preise für den Europaverkehr um 15 bis 20 Franken pro Ticket. Die Einnahmen durch die jüngste Erhöhung des Treibstoffzuschlags würden nicht reichen, um die zusätzlichen Flugbenzinkosten von geschätzten 300 Millionen Franken im Jahr 2012 zu decken. (fko/sda)

Erstellt: 23.03.2012, 20:04 Uhr

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6 Kommentare

Olaf Wohlwend

23.03.2012, 20:48 Uhr
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Kein Wunder schreibt LH rote Zahlen: waren letzthin an einer Top-Teuren Location mit Kuoni in der lokalen Hochsaison (ca. 7000.-) - in der Villa nebenan lümmelten LH Stewards und prahlten damit, sie zahlen nur 1000 Euro für das ganze Package inkl. Flug.... Antworten


Benjamin Silberstein

24.03.2012, 19:09 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Am besten wären staatlich verordnete Preise! Keiner darf weniger für ein Ticket bezahlen, als der deutsche Staat vorschreibt. Jeder, der weniger bezahlt, macht sich strafbar, egal, ob er Lufthansa fliegt oder nicht. Nur so können die gewerkschaftlichen Tarife eingehalten werden. Drittanbieter müssen mindestens 25% teurer als LH sein. Auch im Ausland. Nur das ist gerecht und fair. Antworten



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