Lufthansa mit 112 Millionen Verlust

Die Lufthansa hat im Krisenjahr 2009 rote Zahlen geschrieben. Auch beim Umsatz fiel die Bilanz negativ aus.

Viele Plätze blieben leer: Flieger der Lufthansa-Flotte auf dem Flughafen in Frankfurt am Main.

Viele Plätze blieben leer: Flieger der Lufthansa-Flotte auf dem Flughafen in Frankfurt am Main.
Bild: Keystone

Unter dem Strich weist der Konzern, zu dem auch die Swiss gehört, einen Verlust von 112 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 542 Millionen erwirtschaftet.

Operativ erzielte Lufthansa allerdings ein Plus von 130 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit sei das Ziel operativer Profitabilität erreicht worden. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn jedoch noch 1,3 Milliarden betragen. Der Vorstand will nun für 2009 keine Dividende auszahlen.

Weniger negativ als befürchtet

Der Umsatz des Lufthansa-Konzerns sank um rund 10 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte vor allem mit dem Ausbleiben der sonst zahlungskräftigen Geschäftsreisenden zu kämpfen, die wegen der Wirtschaftskrise vielfach zur billigeren Konkurrenz wechselten.

Dennoch schnitt Lufthansa besser ab als von Fachleuten erwartet. Analysten hatten einen operativen Gewinn von nur 31 Millionen Euro und einen Reinverlust von 251 Millionen erwartet. Die vollständige Jahresbilanz will das Unternehmen erst am 11. März vorlegen. (raa/sda)

Erstellt: 02.03.2010, 14:24 Uhr

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7 KOMMENTARE

Jürgen Keller

02.03.2010, 20:15 Uhr

Ich werde diese Gesellschaft seit unserem letzten Flug nach Indien nie mehr benutzen. Erstens sind die Tickets nach Indien teurer als nach China oder Nordamerika. zweitens sind die Tickets auch viel teurer als die der Fluggesellschaften aus der Golfregion, drittens wurden uns noch 800 Sfr zusätzlich abgezockt weil wir die 20 Kg Limite überzogen haben (nach Nordamerika 25 kg frei). Warum?


Sibylle Weiss

02.03.2010, 14:48 Uhr

Jetzt bleibt nur abzuwarten, wie lange sich Swiss noch bei der Stange halten kann.Und fragen wir mal anders rum; wo wäre Swiss geblieben, wenn sich die Lufthansa nicht als rettender Anker anerboten hätte.Vor der Uebernehme durch LH wurde die Swiss bekanntlich durch Steuergelder über Wasser gehalten. Auch Swiss hat Reorganisationen hinter sich!Auch hier sollte man sich keine Illusionen machen!


Marianne Steiner

02.03.2010, 14:28 Uhr

@Peter Simmen: Freuen wir uns am Erfolg der Swiss, man sollte aber nicht vergessen, wer ihn ermöglicht hat. Ihr Seitenhieb gegen die Lufthansa ist völlig daneben.


Ben King

02.03.2010, 13:50 Uhr

@Peter Simmen: Naja, packen Sie mal die Pfauenfedern wieder ein. Ein so Goldesel war die LX auch wieder nicht. Immer dieses stolze Getue. Ohne die LH wär die LX schon längst pleite und die Schweiz hätte keine Airline mehr...


Markus Hagedorn

02.03.2010, 13:46 Uhr

@ Peter Simmen: wo wäre die Swiss, wenn die Lufthansa nicht wäre?......


Kurt Frei

02.03.2010, 13:14 Uhr

Die Zahlen sind immerhin nicht so rot wie bei der Konkurrenz (AF/KLM...). CEO Franz mit seiner konsequenten Geschäftspolitik hat bei der SWISS bewiesen, dass vieles erreicht werden kann, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Er wird das auch bei der LH schaffen und der kommende wirtschaftliche Aufschwung wird ihm dabei helfen.


Peter Simmen

02.03.2010, 12:26 Uhr

Nicht auszudenken, wie hoch der Verlust ohne den Goldesel Swiss ausgefallen wäre...



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