Lufthansa fliegt trotz Ende des Streiks nur Notplan
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Auch an diesem Dienstag müssen sich die Fluggäste der Lufthansa (LHA 10.71 -0.05%) in ganz Deutschland auf zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen einrichten. Es werde der im Internet veröffentlichte Sonderflugplan zu 100 Prozent abgeflogen, erklärte ein Konzernsprecher am Montagabend in Frankfurt. Damit dürfte wie bereits am Montag erneut etwa jeder zweite Flug der grössten deutschen Fluglinie ausfallen. Auch Flüge der Tochter Germanwings und der Frachtsparte Cargo sind erneut betroffen.
Die Lufthansa begründete das nur langsame Wiederanlaufen mit den komplizierten Abläufen im weltweiten Flugnetz. Weder Maschinen noch Crews seien in vielen Fällen gerade dort, wo sie eigentlich sein müssten. Ein grosser Teil der Jets steht auf Parkpositionen an den Knotenpunkten Frankfurt und München.
Normaler Flugplan frühestens ab Freitag
Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Abläufe geordnet wieder hochzufahren, versicherte der Lufthansa-Sprecher. Mit einem einigermassen normalisierten Flugplan sei aber erst für Freitag wieder zu rechnen. Am Dienstag werde es zum Sonderplan wohl nur vereinzelt zusätzliche Flüge geben.
Am Abend hatten sich vor dem Frankfurter Arbeitsgericht die Tarifparteien auf einen Vergleich geeinigt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte einen wichtigen Punkt in den Tarifverhandlungen fallen gelassen.
Der eigentlich bis Donnerstag geplante Streik wurde nach nur einem Tag bis zum 8. März ausgesetzt, so dass nun genug Raum für neue Verhandlungen ist. Ein genauer Termin steht laut Lufthansa noch nicht fest. Es soll über Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 4500 Piloten im Kernbereich des Konzern geredet werden. Die VC will aber auch weiterhin die interne Billigkonkurrenz zum Thema machen. (vin/sda/)
Erstellt: 23.02.2010, 10:14 Uhr
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