Japanische Bank geht pleite
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Erstmals seit sieben Jahren ist eine Bank in Japan pleitegegangen. Die kleine Incubator Bank (IBJ), spezialisiert auf die Betreuung kleiner und mittlerer Unternehmen, reichte den Insolvenzantrag ein.
Der Bankrott sei «sehr bedauerlich», sagte der Minister für Finanzdienstleistungen, Shozaburo Jimi. Wirtschaftsminister Satoshi Arai erklärte, die Pleite werde aber nur «minimale Auswirkungen» auf die Stabilität des japanischen Finanzsystems haben. Die Bank hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Ende März einen Verlust von 5,1 Milliarden Yen (626 Millionen Franken) gemacht.
Kunden der Bank bekommen höchstens zehn Millionen Yen (122'000 Franken) ihrer Einlagen zurück, wie die japanische Finanzaufsicht verfügte. Die Obergrenze war nach der Jahrtausendwende nach einer Reihe von Bankenpleiten in Japan eingeführt worden.
Wirtschaftswachstum hält an
Das japanische Wirtschaftswachstum ist indessen deutlich nach oben revidiert worden. Die Wirtschaftsleistung stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 1,5 Prozent, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Die vorläufigen Schätzungen lagen bei 0,4 Prozent.
Gegenüber dem ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt demzufolge um 0,4 Prozent gestiegen. Grund für die deutliche Revision nach oben seien vor allem höhere Unternehmensinvestitionen, hiess es. (miw/AFP)
Erstellt: 10.09.2010, 11:48 Uhr
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