Wirtschaft

Japan Airlines will kein US-Geld und muss nun bluten

Aktualisiert am 11.01.2010

Der japanischen Fluggesellschaft JAL steht das Wasser bis zum Hals, trotzdem hat sie Sanierungsangebote von Delta und American Airlines abgelehnt. Jetzt verlieren 15'600 Menschen ihren Job.

Japan Airlines (JAL) will sich ohne ausländisches Geld sanieren und entlässt über 15'000 Leute: Eine JAL-Mitarbeiterin.

Japan Airlines (JAL) will sich ohne ausländisches Geld sanieren und entlässt über 15'000 Leute: Eine JAL-Mitarbeiterin.
Bild: Keystone

Die japanische Fluggesellschaft JAL will mit dem Abbau von 15'600 Arbeitsplätzen und einem umfangreichen Sanierungsplan ihre tiefe Krise überwinden. Die staatliche Sanierungsgesellschaft ETIC beschloss nach Presseberichten vom Montag, dies mit 300 Milliarden Yen (2,3 Milliarden Euro) zu unterstützen. Investment-Angebote der US-Gesellschaften Delta und American Airlines wurden abgelehnt.

Der laut Nachrichtenagentur Kyodo bis 2013 geplante Abbau von 15'600 Stellen würde bedeuten, dass jeder dritte Arbeitsplatz wegfällt. Für die Dauer des Sanierungsprozesses soll der Gründer des Elektronikunternehmens Kyocera, Kazuo Inamori, nach dem Wunsch der Regierung das Management bei JAL übernehmen. (tan/ddp)

Erstellt: 11.01.2010, 09:36 Uhr

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