Wirtschaft

In der Krise schoss der Verkauf von Feuerwerk in die Höhe

Aktualisiert am 03.08.2009

Mit Feuerwerk durch die Krise: Für den 1. August ging dank dem schönen Wetter so viel Feuerwerksmaterial über den Ladentisch wie schon lange nicht mehr. Es ist ein beachtliches Millionengeschäft.

«Es wird ein ausgezeichnetes Jahr», sagte Toni Bussmann, Inhaber des Feuerwerkherstellers und -importeurs Bugano aus Neudorf LU. Genaue Verkaufszahlen könne er nicht nennen, weil die Läden das nicht verkaufte Material erst noch zurückschicken würden. Die Anzeichen seien aber vielversprechend.

Bussmann ist über die guten Verkäufe nicht überrascht: «In Krisenzeiten verkaufen wir immer mehr», sagte er. «Brot und Spiele» sei das Stichwort für dieses Phänomen: «Mit ein paar Franken kaufen sich Schweizerinnen und Schweizer ein bisschen Freude.»

Eines der besten Jahre

Auf eines der besten Jahre im Ladenverkauf blickt auch der Berner Oberländer Feuerwerkshersteller Hamberger zurück, wie Geschäftsführer Kurt Abegglen auf Anfrage sagte. Das Wetter habe sicher dazu beigetragen. «Der Verkauf lief aber auch schon vorher gut.»

Ob die Krise bei den Verkäufen eine Rolle gespielt habe, sei schwer zu sagen. Jedenfalls habe er nicht den Eindruck erhalten, dass die Schweizer auf 1. August-Feuerwerke verzichteten, weil sie sich in einer Krise fühlten, sagte Abegglen.

Bei den Grossfeuerwerken der Gemeinden kam es nicht zu einer ähnlichen Hausse. Die Grossfeuerwerke fielen bei Hamberger im üblichen Rahmen aus. Bei den Gemeinden dürfte das Geld also weniger locker gesessen haben als bei Privaten.

Grossverteiler auch zufrieden

Den Anstieg der Verkäufe bestätigen auch die beiden Grossverteiler Coop und Migros. Allerdings können auch sie noch keine Verkaufszahlen nennen. Der Verkauf sei gut gelaufen, sagte Migros-Sprecherin Martina Bosshard auf Anfrage. Sie glaubt, dass vorab das schöne Wetter dafür verantwortlich gewesen ist.

Coop macht jährlich einen Umsatz von 4 bis 4,5 Millionen Franken mit Feuerwerken und anderem 1. August-Material wie etwa Fahnen. In diesem Jahr seien die Verkäufe über dem Vorjahr gelegen, sagte Coop- Sprecher Nicolas Schmied. Auch er macht dafür in erster Linie das hochsommerliche Wetter am 1. August verantwortlich. (sam/sda)

Erstellt: 03.08.2009, 12:54 Uhr

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