Wirtschaft

Immobilienblasen: Risiko sinkt überraschend

Aktualisiert am 03.08.2012 38 Kommentare

Der UBS-Immobilienblasen-Index ist im 2. Quartal gesunken – zum ersten Mal seit vier Jahren. Einige Gebiete in der Schweiz gelten nun nicht mehr als gefährdet. Eine Trendwende bedeutet das jedoch nicht.

1/3 Regionale Gefahrenkarte: Regionen für den Schweizer Immobilienmarkt.

   

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In Zürich hält der Bauboom an: Baustelle in Effretikon. (Bild: Keystone )

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Der Immobilienblasen-Index der Grossbank UBS (UBSN 17.82 1.65%) ging im zweiten Quartal erstmals seit vier Jahren zurück: Er sank von 0,95 Punkten im Vorquartal auf 0,82 Punkte. Eine Entwarnung bedeutet das aber nicht.

Der Rückgang deute auf eine leichte Marktberuhigung hin, jedoch nicht auf eine Trendwende, teilt die UBS mit. Der Immobilienmarkt verharre weiterhin klar in einer Boomphase. Die Preise in Gebieten mit besonders angespanntem Immobilienmarkt legten auch im vergangenen Quartal stark zu.

Zahl der Gefahrenregionen verringert

Die Region Zürich liegt dabei mit durchschnittlichen Jahreszuwachsraten von fast 9 Prozent seit 2009 klar an der Spitze. Neben Zürich zählen die Agglomerationen Genf und Lausanne zu den Regionen der Schweiz, in denen die Immobilienpreise besonders schnell steigen.

Die Zahl der Gefahrenregionen verringerte sich jedoch. Das Untere Baselbiet sowie das Gebiet um Gstaad werden aktuell nicht mehr dazu gezählt. Beide Gebiete werden aber weiterhin von der UBS genau beobachtet.

Grund für die leichte Abkühlung des Marktes waren unter anderem sinkende Angebotspreise. Die Eigentumswohnungen wurden 1,6 Prozent und die Einfamilienhäuser 0,5 Prozent günstiger als im Vorquartal angeboten. In Verbindung mit steigenden Einkommen und stagnierenden Konsumentenpreisen habe dies den teilweise starken Aufwärtstrend der letzten Quartale gestoppt, hiess es weiter.

Preise wachsen langsamer

Die UBS-Ökonomen erwarten aber keine Trendwende. Sie verweisen auf die historisch günstigen Finanzierungsbedingungen, das hohe Bevölkerungswachstum und die robuste Binnenkonjunktur.

Die Anfang Juli in Kraft getretenen Mindestanforderungen bei der Hypothekarfinanzierung würden die Nachfrage nach Wohneigentum aber möglicherweise dämpfen. Für die nächsten Quartale werden daher «etwas geringere» Preiswachstumsraten erwartet.

Anfang Mai hatten die UBS-Ökonomen noch damit gerechnet, dass der Immobilienblasen-Index im zweiten Quartal über 1,00 Punkte und damit in die Risikozone vordringen könnte. (wid/bru/sda)

Erstellt: 03.08.2012, 09:28 Uhr

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38 Kommentare

Peter Koller

03.08.2012, 09:44 Uhr
Melden 103 Empfehlung 0

Und einmal mehr lassen sich Schreiberlinge als Handlanger eines Industriezweigs vor den Karren spannen! Je nach Stimmungslage werden wir uns in 3 Monaten einen gegenteiligen Bericht zu Gemüte führen dürfen. Antworten


Niggi Basler

03.08.2012, 09:48 Uhr
Melden 86 Empfehlung 0

Jaja mal links, mal rechts, irgendwas in die Welt setzen. Liest man die Berichte der diversen Analysten in den letzten Monaten, egal welcher Abteilung, so kann man diese einfach nicht mehr ernst nehmen. Antworten



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